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Lafontaine: Alle Parteien schuld am Rechtspopulismus, nur Linke nicht

Lafontaine: Alle Parteien schuld am Rechtspopulismus, nur Linke nicht

Für den zunehmenden Rechtspopulismus tragen nach Ansicht des Linken-Fraktionschefs im Saarland, Oskar Lafontaine, die etablierten Parteien die Verantwortung. Wichtig sei deshalb jetzt die „Wiederherstellung des Sozialstaats“, sagte er.

Gerade den "Leuten mit kleinen Löhnen und Renten" müsse deutlich gemacht werden, dass sie "vom Regen in die Traufe" kämen, wenn sie bei den in diesem Jahr anstehenden Wahlen die AfD wählten. Mit Ausnahme der Linken seien alle Parteien im Bundestag für die "Kürzungen im Sozialstaat" und "das ungerechte Steuersystem" verantwortlich. "CDU , CSU , SPD , Grüne und FDP haben den Nährboden für den Aufstieg der AfD geschaffen", sagte Lafontaine, der 2005 als ehemaliger SPD-Vorsitzender die sozialdemokratische Partei im Streit um die Wirtschafts- und Finanzpolitik verließ. "Wenn die Linke nicht da wäre, dann wäre die AfD noch viel stärker", sagte Lafontaine.

"Die AfD ist eine neoliberale Partei, die für Sozialabbau eintritt, für Rentenkürzung und für Lohndrückerei", sagte er. Am Aufstieg der AfD sehe man, wie sehr die Menschen enttäuscht seien: "Irgendwann sagen die Menschen, sie spielen nicht mehr mit. Das erinnert an Weimar", sagte er unter Anspielung auf den Niedergang der Weimarer Republik, der zur Machtergreifung der Nationalsozialisten führte. "Die etablierten Parteien weigern sich, die Wirklichkeit anzuerkennen."