Kunstwerk für den Ortseingang

Bischmisheim. Mit neuen Schildern am Ortseingang wollen die Bischmisheimer schon bald ihre Gäste begrüßen. Die Idee für ein ansprechendes Ortseingangsschild geistert schon länger im Kopf von Thomas Hartz herum

Bischmisheim. Mit neuen Schildern am Ortseingang wollen die Bischmisheimer schon bald ihre Gäste begrüßen. Die Idee für ein ansprechendes Ortseingangsschild geistert schon länger im Kopf von Thomas Hartz herum. Er ist seit dem Vorjahr stellvertretender Vorsitzender der Bischmisheimer Genossen, und er vertritt seine SPD häufig bei Sitzungen des Kulturrings, der Dachorganisation der Bischmisheimer Vereine. Dort und in der SPD trug er seine Idee vor und fand Gehör. Also knüpfte er Kontakte zur Hochschule der Bildenden Künste in Saarbrücken. Anouk Girtgen und Sebastian Schweig, beide Kommunikationsdesign-Studenten, erklärten sich bereit, Konzeption und Gestaltung von Entwürfen zu übernehmen. Auch mit der Finanzierung des Vorhabens sieht es gut aus. Hartz sprach Burkard Maurer als Bezirksverordneten an. Im Dialog mit den Mitgliedern der Bürgerinitiative Oberdorfbrunnen zeichnete sich eine Mischfinanzierung ab. Da der Oberdorfbrunnen in diesem Jahr 30 Jahre am Bornshübel steht, will die Bürgerinitiative gern einen Teil der Finanzierung leisten. So wurden die ersten Entwürfe auch zuletzt auf dem Sensendenglerfest der Initiative vorgestellt. Schließlich ließen sich alle Fraktionen und vor allem Bezirksbürgermeister Daniel Bollig im Bezirksrat Halberg von der Bischmisheimer Idee überzeugen. Der Bezirksrat Halberg sagte viertausend Euro Unterstützung für Handwerksleistungen am Eingangsobjekt zu. Als idealer Standort gilt die scharfe Kurve am Mühlenweg, wobei das Objekt das bestehende Schild des Kulturrings ersetzen soll. Die Vorgabe für die beiden HBK-Studenten: "Erarbeiten Sie ein Konzept, und erstellen Sie mehrere Entwürfe für ein dreidimensionales, innovatives, kreatives und einzigartiges Objekt, das die Funktion eines Ortseingangsschilds übernehmen kann und zusätzlich einen symbolischen und praktischen Bezug zu Bischmisheim herstellt." Vor dem Hintergrund der Lage und Größe von Bischmisheim, seinem Wahrzeichen, der oktogonalen Schinkelkirche, der Rehbock-Legende, dem Wappen und dem Wahlspruch "Bischmisheim ist auf der Höh" verfolgten die beiden am Ende drei Ideen bis ins Detail. Die Gäste des Dorffestes können die Entwürfe am 18. August am Stand der Jusos miteinander und mit den Initiatoren diskutieren.bischmisheim.de

Hintergrund

Die Rehbock-Legende stammt aus der Zeit, in der noch viele Bischmisheimer ihren Lebensunterhalt bei der Brebacher Hütte verdienten und der Lohn noch bar in den Lohntüten an die Arbeiter übergeben wurde. Klar, dass oft ein Teil der prallen Lohntüte nach der Schicht in den Bischmisheimer Lokalen blieb. Als Erklärung für die Ehefrau zuhause wurde dabei oft die Geschichte vom Rehbock verwendet. Dann erzählten die Männer, sie hätten auf dem Fußweg nach Bischmisheim, dem Stadtteil auf der Höh', im Wald ihre Notdurft verrichten müssen. Die Lohntüte hätten sie dabei "an einen Ast gehängt", um die Hände frei zu haben. Bestürzt habe der Betroffene dann wenig später festgestellt, dass es sich bei dem vermeintlichen Ast um das Geweih eines Rehbocks handelte, der dann mit dem übrig gebliebenen Arbeitslohn in den Wald gesprungen sei. al