Kritik an Plänen des Bildungsministers für Islamunterricht

Saarbrücken · Die Saar-Grünen haben die Pläne des Bildungsministeriums, in Grundschulen ab nächstem Schuljahr Islamunterricht einzuführen, als unzureichend kritisiert. Zwar sei dies "ein wichtiger Schritt auf dem Weg, eine Willkommenskultur für Menschen muslimischen Glaubens zu schaffen und sie erfolgreich zu integrieren", so der Grünen-Landtagsabgeordnete und Ex-Bildungsminister Klaus Kessler . Das Vorgehen von Bildungsminister Ulrich Commerçon (SPD ), es zunächst bei einem Modellprojekt für Grundschulen zu belassen, sei jedoch zu zaghaft.

Der Islamunterricht müsse auch an weiterführenden Schulen angeboten werden. Zudem müsse das Fach Ethik verbindlich als Alternative zum Religionsunterricht im Stundenplan verankert werden. Das Ministerium plant, Ethik-Unterricht nur optional ab dem 5. Schuljahr anzubieten.

Die Linke ist offenbar geteilter Meinung. Während die Landtagsabgeordnete Barbara Spaniol die Einführung des Islamunterricht positiv bewertete, plädierte der Linken-Bundestagsabgeordnete Thomas Lutze für eine Umwandlung des bisherigen Religions- in einen Ethikunterricht . Ein eigenständiger Islamunterricht führe in die falsche Richtung. Ebenso argumentieren die Piraten.

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