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Kreissparkasse kann keineswegs klagen

Kreis Saarlouis. Kein Grund zur Klage bei der Kreissparkasse Saarlouis. Der Vorstand mit Horst Herrmann, Stephan Eisenbart und Udo Jost zog gestern Bilanz für 2013 – „die solide Bilanz eines erfolgreichen Jahres“. Von SZ-Redakteur Mathias Winters

Ein umfangreiches Datenwerk mit vielen Zahlen, die sich kaum jemand wirklich vorstellen kann: 3,560 Milliarden Bilanzsumme, rund 2,6 Milliarden Kredite, etwas mehr als 2,6 Milliarden Euro Kundeneinlagen. Bei allen relevanten Daten steht ein Plus gegenüber dem Vorjahr. "Solides Wachstum" nennt das der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Saarlouis (KSK), Horst Herrmann. Er tut das mit fast ein wenig Untertreibung.

Denn es handelt sich, wie seine beiden Vorstandskollegen Stephan Eisenbart und Udo Jost bei der Bilanz-Pressekonferenz in den einzelnen Bereichen näher erläutern, um "ein erfolgreiches Jahr 2013". Fast alle Werte liegen im Verband der saarländischen Sparkassen an der Spitze. Ein Umstand, der den Gewährsträger, den Landkreis Saarlouis, ebenfalls erfreuen wird. Die Zuweisung der KSK an den Kreishaushalt dürfte wie in den Vorjahren bei rund einer Millionen Euro liegen. Aus der Summe aus Spenden, Stiftungen und Sponsoring - rund 420 000 Euro - und nicht zuletzt der Rolle als Arbeitgeber von 764 Menschen sowie als Bauherr und Investor erhellt sich die nicht nur wirtschaftliche Relevanz der KSK für die Region.

Der gegenüber 2012 nochmals verbesserte Jahresüberschuss - Eisenbart: "Sehr bemerkenswert angesichts der ungünstigen Auswirkungen des weiterhin niedrigen Zinsniveaus" - wird ansonsten für die Risikovorsorge und die weitere Stärkung des Eingenkapitals verwendet. Auf die Frage, wie viel Möglichkeiten die deutlich überdurschnittlich hohe Gesamteigenkapitalquote von 16,2 Prozent (gesetzlich vorgegeben sind acht Prozent) für die Kreditvergabe eröffnet, erläutert Jost, dies sei eine "theoretische Fragestellung". Will sagen: Die KSK hat so viel Substanz, dass sie weit davon entfernt ist, Kredite nicht bereitstellen zu können.

An Trends des Jahres nannten die KSK-Vorstände einen anhaltenden Bauboom (siehe auch Grafiken) und steigenden Beratungsbedarf bei den Anlagen. Entsprechend gibt es auch keinen pauschalen Tipp, wer was mit seinem Geld machen soll, wenn er es langfristig unterbringen will. "Diversifikation", also Streuung in mehrere Bereiche, ist für Herrmann nach wie vor der wichtigste Hinweis. Und "mehr Aktienkultur" halten die drei "auf jeden Fall" für sinnvoll. Denn ein Risiko, Geld zu verlieren, bestehe vor allem, wenn man es zu geringfügigen Zinsen einfach so liegen lasse.

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