Krankenhausgesellschaft fordert mehr Geld vom Gesetzgeber

Die finanziell kritische Situation saarländischer Krankenhäuser führt die Krankenhausgesellschaft auf fehlende Förderungen zurück. Der Gesetzgeber sei gefragt, damit mehr Pfleger eingestellt werden könnten.

Die Situation in der Pflege sei unbefriedigend, doch Klinikträger könnten alleine die Probleme nicht lösen, sagte die Saarländische Krankenhausgesellschaft (SKG) und appellierte an den "Willen und die Gestaltungskraft" des Gesetzgebers. Weil dieser unter anderem die Rahmenbedingungen für die Finanzierung der Behandlungskosten mehrfach verschlechtert habe, mache kaum ein deutsches Krankenhaus erwähnenswerte Gewinne.

Außerdem reiche die vom Saarland jährlich bereitgestellte Förderungssumme von 28,5 Millionen Euro nicht aus, um notwendige Investitionen zu tätigen, so die Krankenhausgesellschaft. Um den Patienten eine bestmögliche Behandlung bieten zu können, und Schaden von ihnen abzuwenden, setzten Krankenhäuser teilweise eigenes Geld ein oder nähmen sogar Kredite auf. "Wer mehr Pflegepersonal am Bett will, der muss auch die Finanzierung sicherstellen", erklärt Manfred Klein, SKG-Vorsitzender und geschäftsführender Direktor des St. Nikolaus-Hospitals in Wallerfangen.

Bei den Beratungen zum Krankenhausstrukturgesetz habe die Gesellschaft vehement mehr Geld zur Beschäftigung von Pflegekräften gefordert. "Aber die Politik hat uns nicht gehört", sagt er. Der von der Gewerkschaft Verdi geforderte Tarifvertrag löse das Problem der schlechten Personalausstattung auch nicht. Weder die SKG noch die saarländischen Krankenhäuser seien tariffähig, betont Klein wiederholt. Erst müsse die Finanzierung von mehr Personal sichergestellt sein.

Am Pflegepakt, den die Präsidentin des Saarländischen Pflegerates, Ursula Hubertus, gemeinsam mit Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU ) initiiert habe, werde die SKG dennoch konstruktiv mitarbeiten und alle Maßnahmen unterstützen - um die Situation für Patienten und auch der in der Pflege Beschäftigten, zu verbessern.

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