Konzert mit HüBeBlo: Klangbilder zum Mitgrooven

Wie ein Ensemble in freier Improvisation nahezu perfekt ausgelotete Klangbilder erschafft, war am Mittwoch bei der "Musik im Künstlerhaus" zu bestaunen: Zum Saisonauftakt hatte der künstlerische Leiter der Reihe, Stefan Scheib, das großartige Trio HüBeBlo ins Atelier in die Karlstraße geladen.

Carl Ludwig Hübsch (Tuba ), Claus van Bebber (Schallplatten) und Jaap Blonk (Stimme) teilten den Abend in eine Set-Folge, bei der alle Kombinationsmöglichkeiten der Besetzung zum Zug kamen. So gehörte die erste Konzerthälfte den Duoverbindungen, nach der Pause improvisierte das komplette Trio. Unter Ton- und Geräuschkaskaden, die durchaus zum Mitgrooven animierten, wuchsen dabei auch packende Fortissimi. Vor allem stand freilich feinfühliges Miteinander im Fokus, wobei die klangforscherisch bearbeitete Tuba , das Elektronikarsenal um den Plattenteller und die menschliche Stimme oft zu einer organischen Einheit verschmolzen und die einzelnen Quellen kaum mehr zu unterscheiden waren. Im Zenit des Interesses agierte Jaap Blonk: Der virtuose Niederländer setzte sein Organ nicht nur wie ein Instrument ein, sondern erweiterte die Performance auch um eine theatralisch-dadaistische Note.