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Konzert beschäftigt sich mit der Ästhetik des Widerstandes

Saarbrücken. red

"Nie wieder Krieg!" lautet das Motto eines Gesprächskonzertes am Mittwoch, 28. Januar, 19 Uhr, in der Hochschule für Musik Saar . Es beschäftigt sich mit der musikalischen Ästhetik des Widerstands. Stefan Litwin (Klavier und Moderation) und Horst Maria Merz (Gesang) spielen und erläutern Lieder von Hanns Eisler auf Texte von Bertolt Brecht , Kurt Tucholsky und anderen sowie ausgewählte Klaviermusik des 20. Jahrhunderts. Das Jahr 1914 markiert nicht nur den Ausbruch des 1. Weltkriegs, sondern auch den Aufbruch in die künstlerische Moderne. Der Niedergang der alten Ordnung und der Beginn des Zeitalters der industrialisierten Kriege veränderte die Wahrnehmung von Künstlern aller Gattungen radikal. Anhand ausgewählter Klavierkompositionen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und Liedern des Schönberg-Schülers Hanns Eisler zeigt Stefan Litwin, wie die musikalische Avantgarde auf die politischen Umwälzungen und den Wahnsinn der Vernichtungskriege reagierte. Gleichzeitig fällt auch ein erhellender Blick auf die zuweilen ironische Auseinandersetzung mit Kompositionsmethoden der Neuen Musik.

Das Programm wurde von HfM-Professor Stefan Litwin und dem Berliner Chansonnier Horst Maria Merz erstmals im Oktober 2014 zur Eröffnung des Akademischen Studienjahrs der HfM Saar vorgestellt. Nun wird es in einer erweiterten Version erneut aufgeführt.

Karten an der Abendkasse.