Kommunale Arbeitgeber fordern Stopp der Warnstreiks

Der für Donnerstag angekündigte Warnstreik im öffentlichen Dienst belastet die Bevölkerung nach Ansicht des Kommunalen Arbeitgeberverbandes (KAV) "in unzumutbarer Weise". Der KAV erklärte mit Blick auf Arbeitsniederlegungen in kommunalen Kitas: "Erst im letzten Jahr wurden die betroffenen Eltern über Wochen bis an den Rand des Erträglichen belastet.

Unfassbar, dass sich das jetzt wiederholt." Und das, obwohl die Arbeitgeber in der letzten Verhandlungsrunde angeboten hätten, die Gehälter der Beschäftigten von Bund und Kommunen ab 1. Januar 2016 um ein Prozent und ab 1. Januar 2017 um weitere zwei Prozent zu erhöhen. Die Behauptung von Verdi, das Angebot betrage zusammen nur 1,8 Prozent, sei "ebenso abenteuerlich wie falsch". Gerade die kommunalen Bediensteten im Sozial- und Erziehungsdienst hätten schon letztes Jahr "einen kräftigen Schluck aus der Pulle genommen". Die Kommunalhaushalte im Saarland hätten auch nicht die von Verdi behaupteten Einnahmenüberschüsse zu verteilen. Der KAV forderte die Gewerkschaften deshalb auf, ihre Warnstreiks vor der dritten Verhandlungsrunde am 28./29. April zu stoppen.