Kleintransporter soll sie groß rausbringen

Als dieser Ford vom Band rollte, war niemand von den jungen Leuten geboren, die ihm bis zum Betriebsfest des VVS-Konzerns im Juli ein zweites Leben verschaffen sollen. Um beim Autoumbau viel zu lernen, gründete der Unternehmensnachwuchs sogar eine eigene Firma.

20 Auszubildende der Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Saarbrücken (VVS) haben ein Projekt mit dem Namen "Pimp my bus" - etwa: "Möbel meinen Bus auf" - ins Leben gerufen und gestern vorgestellt. Sie sollen einen 41 Jahre alten Feuerwehrkleintransporter, einen Ford Transit, verschönern und technisch auf Vordermann bringen.

Dabei lernen die Lehrlinge nicht nur miteinander, sondern auch voneinander. Denn an diesem Vorhaben sind Azubis beteiligt aus allen Ausbildungsberufen, die die VVS anbietet.

So arbeiten unter anderem angehende Industriekaufleute, Elektroniker für Betriebstechnik, Mechatroniker und Berufskraftfahrer zusammen, um diesen Bus von Grund auf zu erneuern. 5000 Euro stellte der Konzern für dieses Vorhaben bereit. "Die Idee hatte die Personalabteilung der VVS", sagte Jasmin Schulz, eine der Auszubildenden des städtischen Konzerns. "Es soll uns Auszubildenden zeigen, wie es in den anderen Fachbereichen zugeht."

Die Berufseinsteiger können den Bus nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten. So erhält das Fahrzeug einen neuen Auspuff, neue Bremsen, eine neuen Innenausstattung, neue Zündkerzen , Batterie und Wasserpumpe. Bis zum Sommerfest im Juli muss der Bus fertig sein. Danach wirbt er für die VVS und die Qualität ihrer Ausbildung.

Für das Vorhaben gründeten die Berufseinsteiger sogar eine Firma mit Geschäftsführung, Bereichsleitung und Fachabteilungen. Und jedes "Firmenmitglied" hat seine Aufgabe beim ehrgeizigen Vorhaben, den alten Ford wieder wie neu aussehen zu lassen.

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