Klare Ergebnisse in den Ortsräten

In Kirrberg bleibt die CDU stärkste Partei, in Einöd die SPD. Einen Wechsel gibt es in Jägersburg. Dort ging die SPD als Sieger aus der Ortsratswahl hervor und wird künftig den Ortsvorsteher stellen. In Wörschweiler gab es nur eine Liste.

Neben der Wahl zum Homburger Stadtrat wurde am Sonntagabend auch über die Ortsvorsteher in den Gemeindebezirken in Jägersburg, Einöd, Kirrberg und Wörschweiler entschieden. In Jägersburg konnte sich die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Jörg Herrlinger nicht mehr als stärkste Kraft positionieren, hier wird in Zukunft die SPD mit ihrem Spitzenkandidaten Jürgen Schäfer den Ortsvorsteher stellen (SPD 54,1 Prozent/6 Sitze, SPD 31,2 Prozent/4 Sitze, FWG 8,5 Prozent/1Sitz, Linke 6,2 Prozent/0 Sitze).

In Einöd bleibt wohl alles unverändert, hier konnte sich die SPD erneut durchsetzen (SPD 66,1 Prozent/8 Sitze, CDU 21,1 Prozent/2 Sitze, FWG 9,6 Prozent/1 Sitz, Linke 3,2 Prozent/0 Sitze). In Kirrberg gelang es Ortsvorsteher Manuel Diehl mit seiner CDU Platz eins in der Wählergunst zu verteidigen (CDU 44,7 Prozent/6 Sitze, SPD 35,1 Prozent/4 Sitze, FWG 14,1 Prozent/1 Sitz, Linke 6,1 Prozent/0 Sitze). Eine Besonderheit stellte die Wahl des Ortsrates Wörschweiler dar, hier traten alle Parteien mit einer gemeinsamen Liste an.

Die Wahlergebnisse stellen keinen Automatismus bei der Besetzung des Amtes des Ortsvorstehers oder der Ortsvorsteherin dar: Hier müssen anlässlich der konstituierenden Sitzung der jeweiligen Ortsräte die Ortsvorsteher von den Ortsratsmitgliedern gewählt werden. Allerdings haben in den Ortsräten Kirrberg, Jägersburg und Einöd die jeweils stärksten Parteien auch die absolute Mehrheit.

Bei den Ortsvertrauensleuten von Homburg-Ost (bislang Markus Emser, CDU), Homburg-West (bislang Karl-Heinz Brabänder, SPD), Erbach-Nord (bislang Erich Scherer, CDU), Erbach-Ost (bislang Anni Schindler, CDU), Erbach-West (bislang Christine Becker, SPD), Beeden (bislang Gerhard Wagner, SPD), Bruchhof-Sanddorf (bislang Thomas Morsch, CDU) und Schwarzenbach (bislang Manfred Schneider, SPD) sieht das Wahlverfahren noch ein bisschen anders aus.

"Diese Ortsvertrauensleute werden vom Stadtrat bestellt. Dabei orientiert man sich grundsätzlich an der Wahlergebnissen vor Ort. Aber es ist möglich, einen verdienten und bewährten Ortsvertrauensmann zu bestimmen, auch wenn dessen Partei nicht die Mehrheit im Zuständigkeitsbereich erzielt hat", erläuterte Jürgen Kruthoff, Pressesprecher der Stadt Homburg, auf Nachfrage unserer Zeitung.

Nach dem vorläufigen Ergebnis der Kommunalwahl stellt sich das Wahlergebnis in den Teilen Homburgs, die nicht über einen eigenen Ortsrat verfügen, so dar: In Beeden liegt die SPD mit 49,4 Prozent vor der CDU mit 21,7 Prozent. Auch in Bruchhof-Sanddorf konnte sich die SPD durchsetzen, sie liegt dort mit 36,9 Prozent vorne, die CDU erreichte 28,6 Prozent. Ebenfalls in Schwarzenbach liegen die Sozialdemokraten mit 38,5 Prozent vor der CDU mit 28,1 Prozent.

In Homburg-Ost hat erneut die CDU mit 31,2 Prozent die Nase vorn, gefolgt von der SPD mit 26,2 Prozent. Homburg-West ging mit 31,7 Prozent an die SPD, die CDU erreichte hier 27,5 Prozent.

In Erbach-Nord liegt die CDU mit 38,4 Prozent vor der SPD mit 32,8 Prozent. Und auch in Erbach-West konnte sich die CDU mit 34,4 Prozent gegen die SPD mit 30,7 Prozent durchsetzen. Schließlich lagen die Sozialdemokraten in Erbach-Ost mit 33,5 Prozent vor der CDU mit 31,8 Prozent.

Über die Besetzungen der Ämter der Ortsvertrauensleute wird der Homburger Stadtrat in seiner konstituierenden Sitzung im Juli anhand der Vorschläge der Parteien aus den Wahlbereichen entscheiden.