Klang- und Lichtkunst an der Ludwigskirche wurde modernisiert

Klang- und Lichtkunst an der Ludwigskirche wurde modernisiert

Die Klang- und Lichtkunst an der Ludwigskirche erfuhr nach eineinhalb Jahren durch die Saarländische Gesellschaft für Kulturpolitik eine Modernisierung. "Die Installation, die das musikalisch orientierte Gestaltungsprinzip des Barockbaumeisters Friedrich Joachim Stengel nachweist, wurde in Wort und Bild optimiert", sagt deren Vorsitzender Kurt Bohr ."Die Ludwigskirche ist ein Kunstwerk, so fesselnd und faszinierend wie diese großartige Musik von Johann Sebastian Bach ", sagte Texter Karsten Neuschwender bei der Präsentation vor der Staatskanzlei.

Und das sei ganz wörtlich zu verstehen - denn die Ludwigskirche sei Musik. Sie sei zu Stein gewordener Klang.

Den Nachweis hierfür ergaben Messungen von Professor Dieter Heinz. Um dies zu verstehen, müsse man wissen, wie ein Ton entsteht, sagte Neuschwender. Bei einer Orgel beispielsweise entstehe der Ton durch die Luft, die durch unterschiedlich lange Pfeifen geblasen wird. Je kürzer die Pfeife ist, desto höher ist der Ton. Friedrich Joachim Stengel habe die unterschiedlichen Längen der Pfeifen auf die Höhen der Ludwigskirche übertragen. Der inzwischen verstorbene Theo Brandmüller, langjähriger Organist der Ludwigskirche und Komponist, hat sich in seiner Musik auch mit dem Dreiklang und seiner Symbolik beschäftigt. So hört man zum Ende der Installation einen Ausschnitt aus seiner Komposition "Innenlicht". Aber nur, wer als nächtlicher Spaziergänger bereit ist, zwei Euro in den Geldschlitz des Automaten vor der Staatskanzlei zu werfen, kann seine ganz private Illumination samt Klang erleben.

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