Kläranlage soll bei Regen entlastet werden

Schwarzenbach/Schwarzenacker · Der Entsorgungsverband Saar (EVS) baut derzeit zwischen Schwarzenacker und Schwarzenbach ein unterirdisches Regenüberlaufbecken. Damit soll bei starken Regenfällen die Kläranlage Homburg vorübergehend entlastet werden.

 Vor Ort machten sich EVS-Projektleiter Dirk Luxenburger (links) und EVS-Planungschef Andreas Schumacher ein Bild von den Arbeiten am Regenüberlaufbecken an der B 423. Foto: Entsorgungsverband Saar

Vor Ort machten sich EVS-Projektleiter Dirk Luxenburger (links) und EVS-Planungschef Andreas Schumacher ein Bild von den Arbeiten am Regenüberlaufbecken an der B 423. Foto: Entsorgungsverband Saar

Foto: Entsorgungsverband Saar

Wer in diesen Tagen auf der B 423 zwischen Zweibrücken und Homburg unterwegs ist, dem fällt eine große Baustelle zwischen Schwarzenacker und Schwarzenbach sofort auf. Der Entsorgungsverband Saar (EVS) hat gerade damit begonnen, ein Regenüberlaufbecken mit einem Durchmesser von 18 Metern für 1,7 Millionen Euro zu bauen. Die mittlere Tiefe liegt bei 3,50 Metern. Der EVS ist zudem gerade dabei, das Pumpwerks Mastauweg mit einem Kostenaufwand von 2,2 Millionen Euro zu sanieren. "Das Sammlersystem im Saarland wird überwiegend im Mischsystem betrieben, das heißt, dass das häusliche Abwasser und das Regenwasser von befestigten Flächen im gleichen Kanal abgeleitet werden. Bei Trockenwetter und geringer Wassermenge bilden sich in Kanälen feste Ablagerungen. Auch diese werde bei einem stärkeren Regenereignis in Richtung Kläranlage gespült. Um zu große Wassermassen zu verhindern werden Regenwasserbehandlungsanlagen, sogenannte Regenüberlaufbecken, gebaut", erklärt Andreas Schumacher, EVS-Bereichsleiter Planung und Ausführung.

Das neue unterirdische Regenüberlaufbecken mit einem Speichervolumen von 900 Kubikmetern speichere bei starkem Regen den ersten Schmutzwasserstoß und leite das verschmutzte Abwasser der Kläranlage Homburg zu, während das stark verdünnte und damit für das Gewässer unschädliche Mischwasser über das neue Regenüberlaufbecken in den Erbach eingeleitet werde. Bedingt durch die tiefere Lage des Regenüberlaufbeckens werde, so Projektleiter Dirk Luxenburger, der beim EVS für die die Bauleitung zuständig ist, zur Restentleerung des Regenüberlaufbeckens ein zusätzliches Pumpwerk neben dem Regenüberlaufbecken und eine über 110 Meter lange Druckleitung gebaut. Die Arbeiten, die zum Jahresende fertig sein sollen, werden in EVS-Auftrag von einer Zweibrücker Firma ausgeführt. Luxenburger: "Auf dem Bau-Areal werden bis zu 1000 Kubikmetern Erde bewegt."

1335 Quadratmeter wasserdichte Spundwände umschließen derzeit noch den Komplex, in dessen Inneren später zwei Pumpen, fünf Rührwerke und computergesteuerte Technik für ein reibungsloses Arbeiten sorgen sollen. Das gespeicherte Schmutzwasser werde dann nach Abklingen des Regens in den Hauptsammler und in die Kläranlage Homburg zur Reinigung geleitet.

In unserer Region stehen nach EVS-Angaben in den kommenden Jahren noch 15 Maßnahmen mit einem Investitionsvolumen von rund 36 Millionen Euro an. Die größten Vorhaben sind die Sanierung der Kläranlage Limbach mit vorgesehenen Kosten von 4,3 Millionen Euro, die Fertigstellung des Hauptsammler-Anschlusses an die Kläranlage Kirkel-Limbach für 2,1 Millionen Euro und der Hauptsammler-Bau in Kirrberg, der mit 7,6 Millionen Euro zu Buche schlägt.