Kistenschleppen im Justizministerium

Gemessen an der Zahl seiner Mitarbeiter ist das Justizministerium zwar das kleinste Ressort. Doch auch wenn „nur“ 80 Beschäftigte umziehen, will das geplant sein. Am Wochenende wurden die Umzugskartons verfrachtet.

Rund 2000 Kartons haben die Mitarbeiter eines saarländischen Speditionsunternehmens am Wochenende in das Haus der Wirtschaftsförderung in der Saarbrücker Franz-Josef-Röder-Straße getragen. In dem Gebäude an der Bismarckbrücke, in dem unter anderem das Saar-Wirtschaftsministerium untergebracht ist, arbeitet ab heute auch das Justizministerium. Es war bislang bei der Staatsanwaltschaft in der Zähringerstraße untergebracht - und nahm den Staatsanwälten dort dringend benötigten Platz weg; die Ankläger sind über mehrere Standorte verteilt.

Bevor ungefähr 80 Mitarbeiter den Arbeitsplatz wechseln konnten, musste der Umzug sorgfältig geplant werden. Ein gutes halbes Jahr haben die Vorbereitungen gedauert, berichtet Bernd Weber, Abteilungsleiter im Justizministerium. Im Vorfeld des Umzugswochenendes seien zum Beispiel viele Dokumente digitalisiert worden, damit sie nicht zusätzliche schwere Kartons füllen.

Am Freitagmittag ging es dann los: Stühle, Rechner, Schränke und Schreibtische wurden gepackt, geladen und von der Zähringerstraße ein paar Straßen weiter in die Franz-Josef-Röder-Straße gebracht. Die Profis hatten bereits am ersten Umzugstag freie Bahn, da die Ministeriumsmitarbeiter vorzeitig um zwölf Uhr nach Hause geschickt wurden. Einige von ihnen durften jedoch bereits am Sonntag ihren ersten Dienst am neuem Standort leisten. "Unsere EDV-Spezialisten waren da im Einsatz, damit jeder am neuen Arbeitsplatz vom ersten Tag an erreichbar ist", sagte Weber, der die Aufsicht über die Operation "Umzug" hatte.

Bis zum Ende der Woche wollen seine Kollegen noch ihre persönlichen Sachen - von der Kaffeemaschine bis zur Büropflanze - in ihr neues Büro bringen. Besuch am neuen Arbeitsort bekommen sie schon heute. Justizminister Reinhold Jost (SPD ) hat sich mit einem kleinen Willkommensgruß angekündigt.