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Kino-Rückblick im großen Stil

Schauspieler mit vielen Gesichtern: Philip Seymour Hoffman in „The Master“ (oben), „Capote“ (unten links) und „Saiten des Lebens“ (unten rechts). Diese drei Glanzleistungen und einige mehr von Seymour als Darsteller oder Regisseur sind vom 27. Februar bis 12. März in einer Retrospektive der Camera Zwo in der Futterstraße zu sehen. Alle Filme der Reihe laufen jeweils in der synchronisierten Fassung und in der untertitelten Originalversion. Fotos: Sony/Senator
Schauspieler mit vielen Gesichtern: Philip Seymour Hoffman in „The Master“ (oben), „Capote“ (unten links) und „Saiten des Lebens“ (unten rechts). Diese drei Glanzleistungen und einige mehr von Seymour als Darsteller oder Regisseur sind vom 27. Februar bis 12. März in einer Retrospektive der Camera Zwo in der Futterstraße zu sehen. Alle Filme der Reihe laufen jeweils in der synchronisierten Fassung und in der untertitelten Originalversion. Fotos: Sony/Senator
Saarbrücken. Selten bieten Kinos Retro-Reihen an. Lobenswert ist daher die Initiative von Michael Krane: In der Camera Zwo zeigt er Filme des am 2. Februar gestorbenen Schauspielers Philip Seymour Hoffman. SZ-Redakteurin Ulrike Conrath hat mit Krane geredet. uc

War es schwierig, an die Filme für die Philip Seymour Hoffman-Reihe heranzukommen? Nach seinem Tod hatten sicher etliche Programmkinos die Idee, ihn zu würdigen.

Michael Krane: Da Filme heute alle in digitaler Form vorliegen, ist die Suche nach spielbarem Material nicht mehr so mühselig. Eigentlich hat man fast die freie Auswahl. Da ist es fast verwunderlich, dass so wenige Kinos von den verbesserten Möglichkeiten Gebrauch machen und nur selten Retro-Reihen anbieten. Hier lag eine Hommage nun wirklich auf der Hand. So ein toller Schauspieler, vielleicht der Beste seiner Generation. Einfach weg, von heute auf morgen. Welch ein Verlust fürs Kino.

Die Filme der Reihe sollen ja in synchronisierter Fassung und im Original in der Camera Zwo laufen. Wie sind Ihre Erfahrungen mit Filmen in Originalfassung? Gibt es da ein Publikum?

Michael Krane: Seit letztem Dezember bieten wir immer wieder neu gestartete Filme auch in der Originalfassung an. Fast 2000 Besucher haben seitdem diese Vorstellungen besucht und das ist ein fantastisches Ergebnis. Es ist auch der Grund dafür, die Hoffman-Reihe sowohl in deutsch als auch im Original anzubieten.

Was ist Ihr persönlicher Lieblingsfilm in der Philip Seymour Hoffman-Reihe?

Michael Krane: "Magnolia" war 2001 der Film, durch den ich auf Hoffman aufmerksam wurde. Und es wäre mein Lieblingsfilm in der Reihe, wenn ich ihn nur zeigen dürfte. Leider sind die Lizenzen abgelaufen. So bleibt "Capote".