Keine Rutschgefahr für die Narren

An diesem Freitag geht der Winter meteorologisch zu Ende. Ohne knackige Minusgrade und weiße Pracht hat er sich langweilig in Szene gesetzt. Ganz anderes vor einem Jahr, als viele Teile des Grünen Kreises in eine Schnee-Decke gehüllt waren.

Von wegen vom Eise befreit: Während das Saartal um Merzig weitgehend schneefrei ist, präsentieren sich der Hochwald und die Obermosel noch ganz in Weiß. Das berichtete vor einem Jahr die SZ, die mit einem eindrucksvollen vierspaltigen Bild die Hartnäckigkeit des Winters dokumentierte. Von Perl aus aufgenommen, zeigte es eine verschneite Weinlandschaft mit der luxemburgischen Seite der Mosel im Hintergrund. An den Hängen und in den Weinbergen lag damals noch reichlich Schnee. Und von Tauwetter war immer noch keine Rede. Die kalte Jahreszeit machte ihrem Namen alle Ehre.

Ganz anders die Situation im Winter 2013/14. Der macht nach dem ersten Schnee in der Region Ende November eine ausgedehnte Pause - immer noch. Zu mild war der Dezember, ebenso der Januar und Februar, die normalerweise kältesten Monate im Jahr. Es soll ja Orte in Deutschland, wie zum Beispiel Köln, geben, an denen die Temperatur in den drei Monaten nicht unter null Grad sank.

So drastisch war es bei uns zwar nicht, aber die weiße Pracht hatte bisher im Grünen Kreis keine Chance, mal abgesehen von den Hochlagen des Hochwaldes, wo sich für ein paar Tage eine kärgliche Schneedecke ausbreitete.

An diesem Freitag endet der Winter meteorologisch - mit Temperaturen deutlich über der Null-Grad-Grenze. Und das wird besonders die Narren freuen. Können sie sich doch bei den Umzügen überall im Kreis ohne Rutschgefahr austoben. Und es wird wohl wenige geben, die sich, die zurzeit prächtig blühenden Krokusse vor Augen, jetzt noch Schnee und Kälte wünschen.