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| 19:36 Uhr

Kardinal Marx wusste von Ermittlungen gegen Pfarrer

Symbolbild
Symbolbild FOTO: dpa
Saarbrücken. Kardinal Reinhard Marx hat nach Angaben seines Sprechers zur Zeit als Trierer Bischof von Ermittlungen wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs gegen einen katholischen Pfarrer im Saarland gewusst. Die Meldung der Staatsanwaltschaft über die Einstellung der Ermittlungen 2006 sei in der Personalkommission des Bistums behandelt worden, teilte der Sprecher mit und bestätigte damit Auszüge eines Berichts des SR. "Kardinal Marx war bei dieser Sitzung anwesend." Damals sei nach aktuellen Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz verfahren worden. "Heute wird in einem solchen Fall anders verfahren, es würden eigene Ermittlungen angestrengt werden." Agentur

Die Staatsanwaltschaft ermittelte bereits 2006, 2013 und 2015 wegen Missbrauchsverdachts gegen den Pfarrer . Die beiden letzten Verfahren wurden wegen "mangelnden Tatnachweises" eingestellt, das Verfahren von 2006 wegen Verjährung. Die Behörde ermittelt seit einigen Wochen erneut in dem Fall aufgrund einer Anzeige des Generalvikariats des Bistums Trier. Im Mai hatte das Bistum kirchenrechtliche Voruntersuchungen wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch von Minderjährigen gegen den Mann eingeleitet und ihm bis zum Ende der Untersuchung das Feiern von Gottesdiensten untersagt, er darf auch keinen Kontakt zu Kindern und Jugendlichen haben. Nach Kirchenrecht sind die Taten nicht verjährt. Marx war von 2002 bis 2008 Bischof von Trier.