Kampf gegen Blutkrebs: Muslime kooperieren mit Spenderdatei

Kampf gegen Blutkrebs: Muslime kooperieren mit Spenderdatei

Um mehr Muslime für eine Stammzellenspende zu gewinnen, wollen die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) und die Moschee-Gemeinden ihre Kooperation ausbauen. Seit 2011 arbeiten die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (Ditib) und die DKMS bereits in mehreren Bundesländern zusammen.

Nun kommen die Ditib-Landesverbände Saarland und Rheinland-Pfalz hinzu. Das haben die beiden Organisationen gestern in Mainz mitgeteilt.

"Gerade für Patienten mit Migrationshintergrund können wir noch zu selten einen passenden Lebensretter finden", erklärte Stephan Schumacher von der DKMS. "Aufgrund der ethnischen Unterschiede in den Gewebemerkmalen findet man wahrscheinlicher einen passenden Spender in derselben Bevölkerungsgruppe", sagte der Landes-Vorsitzende der Ditib-Saarland, Rasim Akkaya. "Türkischstämmige Patienten haben eine größere Chance, wenn es mehr türkischstämmige Spender gibt", ergänzte Yilmaz Yildiz, Ditib-Chef in Rheinland-Pfalz.

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