Kammerchor spielt Bachs Oratorium

St. Wendel. "Jauchzet, frohlocket!" - so beginnt das berühmte Weihnachtsoratorium von J.S. Bach (1685 bis 1750), das der Kammerchor Schaumberg zusammen mit Musikern des Orchesters der Musikhochschule Saarbrücken am Sonntag, 19. Dezember, um 17 Uhr im Saalbau St. Wendel aufführen wird

St. Wendel. "Jauchzet, frohlocket!" - so beginnt das berühmte Weihnachtsoratorium von J.S. Bach (1685 bis 1750), das der Kammerchor Schaumberg zusammen mit Musikern des Orchesters der Musikhochschule Saarbrücken am Sonntag, 19. Dezember, um 17 Uhr im Saalbau St. Wendel aufführen wird.Die Wertschätzung, die Bachs Weihnachtsoratorium genießt, ist vornehmlich durch seine inhaltliche Konzentration auf das weihnachtliche Geschehen selbst begründet. Bach folgt in seinen Texten in großen Zügen den für die einzelnen Sonn- und Festtagen vorgeschriebenen Evangelienlesungen und somit fanden viele der Stücke mit anderen Texten Einzug in die Gesangbücher - viele Melodien sind bekannt.

Glückwunschkantaten

Ursprünglich wurden einige Choräle für weltliche Zwecke als Glückwunschkantaten an Mitglieder des Kurfürstlichen Hauses von Sachsen komponiert. Dies bildete für Bach keinen Konflikt, was die Herübernahme einiger der schönsten Stücke in das im Jahr 1734 entstandene Weihnachtsoratorium beweist. Ja, wenn es Bach wagen konnte, den Bestand an Chören und Arien zweier weltlicher Kantaten - Lasst uns sorgen, lasst uns wachen (zum Geburtstag des Kurprinzen) und Tönet ihr Pauken, erschallet, Trompeten (zum Geburtstag der Königin) - fast vollständig in das Weihnachtsoratorium überzuführen, so möchte man annehmen, Bach habe schon bei der Komposition daran gedacht, diese Stücke aus dem Eintagsleben der Gratulationskantate in die alljährliche Wiederverwendbarkeit eines kirchenjahreszeitlich gebundenen Werkes hinüberzuretten.

Der Kammerchor Schaumberg, der sich seit langem für seine Konzertreihen und Ausflüge quer durch die Musikepochen und -stile einen Namen gemacht hat, studiert dieses bekannte und äußerst beliebte Werk der Weihnachtszeit seit Anfang des Jahres ein. Auch bei sommerlichen Temperaturen von 38 Grad ließen sich die hoch motivierten Chormitglieder beim Einüben dieser eher weihnachtlichen Literatur mit ihren ausdrucksstarken und gefühlvollen Chorälen und den "Atem-raubenden" Koloraturen von Ihrer Begeisterung und Freude am Singen nicht abhalten. Den letzten Schliff zur ausdrucksstarken Darbietung, die den Sängern einiges abverlangt, wird der Chorleiter Thorsten Hansen, studierter Komponist, Musiktheoretiker und Kantor an der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Saarlouis-Roden, den Sängerinnen und Sängern mit bewährter Fachkenntnis, Hingabe zum Detail und nicht zuletzt mit seinem jugendlichen Schwung während eines Probewochenendes im November geben.

Als Solisten wirken Hanna Kersten (Sopran), Nadja Steinhart (Alt), Manuel Horras (Tenor), Thomas Burger (Tenor), Michael Marz (Bass) sowie Thomas Layes (Orgel) mit. red

Karten bei allen Chormitgliedern zum Preis von 16 Euro, ermäßigt 10 Euro.