Justizgewerkschaft warnt vor weiterem Stellenabbau

In der Debatte um die Arbeitsbelastung und Stelleneinsparungen in der saarländischen Justiz hat die Deutsche Justizgewerkschaft (DJG) im Saarland angemahnt, auch die Justizangestellten in den Blick zu nehmen.

"Für Außenstehende entsteht der Eindruck, dass die saarländische Justiz nur aus Richtern und Staatsanwälten, die bis an die Leistungsgrenze belastet sind, besteht", kritisierte DJG-Landeschef Rudi Weber. Zudem werde "von Einsparungen berichtet, die noch gar nicht erfolgt sind". Demgegenüber seien im Servicebereich der Justiz in den letzten vier Jahren bereits 80 Stellen weggefallen. Zudem plane das Land, bis 2020 weitere 93 Stellen zu streichen. Angesichts der "jetzt schon hohen Belastung der Justizbediensteten" warnte Weber "eindringlich vor einem weiteren Stellenabbau in diesem Bereich".