Juricic nimmt die Fäden in die Hand

Matteo Juricic hat sich nicht abschrecken lassen. Obwohl die Baskets 98 Völklingen in der Basketball-Regionalliga Tabellenletzter sind, wechselte der kroatische Center ins Saarland. Am Samstag trifft er mit den Baskets auf Trier.

Am Samstag um 20 Uhr steht für den Basketball-Regionalligisten Baskets 98 Völklingen ein entscheidendes Heimspiel auf dem Programm. Gegen die SG DJK/MJC Trier ruhen die Hoffnungen auf Punkte zum großen Teil auf dem einzigen Winter-Neuzugang: Matteo Juricic.

Der 22-jährige Spielmacher stand zuletzt in der ersten kroatischen Liga unter Vertrag, war aber nun vereinslos und auf der Suche nach einer neuen Herausforderung. "Trainer Robert Buntic ist über seine Kontakte an meine Nummer gekommen und hat mich gefragt, ob ich trotz der schweren sportlichen Situation für Völklingen spielen will", erzählt der neue Center. "Es war ein gutes Gespräch und ich habe schließlich zugesagt, auch wenn die Mannschaft bis dahin noch kein Spiel gewonnen hat."

Abenteuer Deutschland - keine einfache Aufgabe, wenn man wie Juricic die Sprache nicht beherrscht. "Das Positive ist, dass ich mich mit dem Trainer auf Kroatisch unterhalten kann. Er führte mich an das Team heran, stellte mich vor und ich wurde hier gut aufgenommen." Mit der Mannschaft unterhält er sich auf Englisch, gibt Anweisungen, versucht, die Fäden im Spielaufbau schon jetzt in die Hand zu nehmen. Einen großen Unterschied zur 1. Liga in Kroatien sieht er nicht. "Dort haben wir zweimal am Tag trainiert, die Teams sind dort taktisch vielleicht etwas weiter, aber der Unterschied zur Regionalliga ist nicht groß", sagt der 1,91 Meter große Hoffnungsträger aus Rijeka.

Bereits im ersten Freundschaftsspiel für den neuen Verein knickte er um und trug eine leichte Blessur am Knöchel davon. Gegen Limburg lief er vor zwei Wochen dennoch auf - und sicherte den Baskets beim 91:82-Sieg die ersten Saisonpunkte. "Das erste Spiel gegen Limburg war hart. Aber der Sieg war es wert und auch sehr gut für die Stimmung in der Mannschaft. Gegen Trier steht nun das erste Spiel an, bei dem ich ohne Beschwerden auflaufen kann", sagt Juricic.

Die Chancen auf den Klassenverbleib sind als Tabellenletzter mit nur einem Sieg dennoch nicht die besten. Trotzdem gibt sich der Neue kämpferisch. "Auch wenn wir personelle Probleme haben, müssen wir unsere Heimspiele gewinnen, wie jetzt gegen Trier. Dann fährt man kommende Woche auch mit einem ganz anderen Gefühl nach Stuttgart", sagt Juricic.

Das Spiel gegen den Tabellensechsten MTV Stuttgart ist aber noch weit weg für die Völklinger. Sie fokussieren sich lediglich auf den Tabellenvierten Trier. "Die zweite Hälfte in Kronberg (61:69, Anm. d. Red.) war gut. Wir haben das Spiel eher in der ersten Halbzeit verloren. Die müssen wir gegen Trier besser spielen, dann haben wir eine Chance", macht der sympathische Neuzugang aus Kroatien Mut.