Junger Regisseur erzählt viel Persönliches in „Ausgangssperre“

Junger Regisseur erzählt viel Persönliches in „Ausgangssperre“

In seinem ersten Theaterstück "Ausgangssperre", das jetzt im Theater im Viertel gezeigt wurde, verarbeitet der in Deutschland lebende Psychologiestudent Musaab Al-Tuwaijari seine Kriegserlebnisse und die eines Freundes.

Der persönliche Aspekt war schon am Anfang des Stücks greifbar: Die drei Freunde Samir (Palästinenser ), Basheer (Iraker) und Mamoon (Palästinenser ) genießen das Leben als Medizinstudenten im Westjordanland. Beim Schauen eines Pornofilms erreicht sie die Nachricht, dass die israelische Armee die Stadt besetzt hat. An der Flucht hindert sie die Eitelkeit Mamoons, der darauf besteht, sich noch zu duschen. Es sind solche Momente, die der drastischen Darstellung des Lebens im Krieg durchgehend eine komische Note verleihen. Plötzlich herrscht Ausgangssperre und die drei Freunde sitzen im Wohnheim fest. Aus Langeweile arbeiten sie ihre Vergangenheit auf. Dabei geht es um den Krieg, die Rolle von Regierungen und die Probleme, die der Krieg hinterlässt. Am Ende der Ausgangssperre steht eine versöhnliche Erkenntnis der jungen Generation. Er sei in vielen Ländern gewesen, sagt Basheer: "Aber Himmel, Erde, Sonne, Sterne und Mond wissen, dass ich dabei immer auf der Erde war."