Junge Sanitäter an der Erweiterten Realschule Bruchwiese

St. Johann. An der Erweiterten Realschule (ERS) Bruchwiese haben 15 Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Klasse ihre Ausbildung zum Schulsanitäter abgeschlossen. "Die Kinder haben den Lehrgang als Teil der Ganztagsbetreuung an der ERS absolviert", erläutert die Lehrerin Anna Britz-Steiert

St. Johann. An der Erweiterten Realschule (ERS) Bruchwiese haben 15 Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Klasse ihre Ausbildung zum Schulsanitäter abgeschlossen. "Die Kinder haben den Lehrgang als Teil der Ganztagsbetreuung an der ERS absolviert", erläutert die Lehrerin Anna Britz-Steiert. Immer mittwochs seit Anfang September sind René Brehm und Michael Kob, Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Kreisverband Saarbrücken, an die ERS gekommen, um die Schüler ehrenamtlich zu unterrichten. Brehm erklärt das Konzept: "Ziel ist es, die Schüler so in den Erste-Hilfe-Maßnahmen zu schulen, dass sie die Zeit nutzen, bevor die professionelle Hilfe durch Sanitäter und Ärzte eintrifft. Hierbei geht es vor allem um das Helfen und Trösten." Die Rotkreuz-Mitarbeiter machten den Schülern auch klar, wie ernst es im Leben zugehen kann, dass Verletzungen mit offenen Wunden durchaus lebensbedrohlich werden können.Lehrinhalte waren das Anlegen von Verbänden an Ellenbogen und Kopf. "Besonders bei Schockzuständen, die durch starke Blutungen hervorgerufen werden und häufig vorkommen, ist das Anlegen eines Druckverbandes notwendig, die Beine müssen erhöht gelagert werden", führt Brehm weiter aus.

Die neuen Schulsanitäter: (v.l.) Felix Neufing, Kevin Neufing, Nikolas Rusch, Sina Delic, Nesli Akgün, Franci Ferkah-Thiel, Manh Duc Nguyen, Marta Macha, Neerojan Sivalingam, Katharina Herbold, Lucas Pusse, Nils Manthakumar, Jo Osei - dahinter Michael Kob. Foto: ERS Bruchwiese

An grell-gelben Westen, auf deren Rücken "Schulsanitätsdienst Jugendrotkreuz" steht, sind die Schüler später für die anderen auf dem Hof oder der Pausenhalle zu erkennen. Zudem haben sie Verbandstaschen mit der Notfall-Ausrüstung dabei. "Ganz wichtig sind die Handschuhe, ihre Benutzung bietet Schutz vor Infektionen und Entzündungen der Wunden", erklärt Kob den Schülern. Vor allem dienen sie aber dem Schutz des Ersthelfers. "Die Erstausstattung wird uns vom DRK gespendet, dann sind wir selbst mit unserer Verwaltung in der Verantwortung, dass die Taschen immer auf dem neuesten Stand und vollständig ausgestattet sind", sagt Britz-Steiert.