Jugendschutz gilt auch Fastnacht

Das Jugendamt des Regionalverbands Saarbrücken bittet Vereine und Gastronomen darum, die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes auch an Fastnacht zu beachten. Das gilt vor allem für Alkohol und Tabak.

Wenn die Narren in der 5. Jahreszeit wieder regieren, werden bei der Abgabe von Alkohol und Tabakwaren an Jugendliche mitunter die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes (JuSchG) "großzügig gehandhabt" oder fälschlicherweise nur als Empfehlung betrachtet, heißt es in einer Pressemitteilung des Regionalverbands Saarbrücken. Deshalb weist das Jugendamt des Regionalverbandes darauf hin, dass auch in der Fastnachtszeit das Jugendschutzgesetz zu beachten ist. Und deshalb gilt: keine branntweinhaltigen Getränke für Jugendliche, andere alkoholische Getränke erst ab 16 Jahren.

Das Jugendschutzgesetz (JuSchG) regelt in Paragraf neun die Abgabe und den Konsum von Alkohol ganz genau. So dürfen in Gaststätten, Verkaufsstellen oder sonst in der Öffentlichkeit Branntwein, branntweinhaltige Getränke oder Lebensmittel, die Branntwein in nicht nur geringfügiger Menge enthalten, weder an Kinder und Jugendliche abgegeben noch darf ihnen der Verzehr gestattet werden. Gleiches gilt für andere alkoholische Getränke an Kinder und Jugendliche unter sechzehn Jahren. In diesem Zusammenhang gelten auch die sogenannten Alkopops als branntweinhaltige Getränke und dürfen somit nicht an Kinder und Jugendliche verkauft und abgegeben werden.

Auch Rauchen ist unter 18 Jahren nicht gestattet. Genaueres regelt das Jugendschutzgesetz in Paragraf zehn. Dort heißt es: In Gaststätten, Verkaufsstellen oder sonst in der Öffentlichkeit dürfen Tabakwaren an Kinder oder Jugendliche weder abgegeben noch darf ihnen das Rauchen gestattet werden.

Das Jugendamt weist darauf hin, dass auch Faschingsumzüge eine Veranstaltung in der Öffentlichkeit sind und deshalb von den Jugendschutzbestimmungen erfasst werden. Es bittet alle Beteiligten, den Jugendschutz aktiv zu unterstützen und die gesetzlichen Vorgaben des Jugendschutzgesetzes auch in der Fastnachtszeit zu beachten.

Weitere Infos gibt es beim Jugendamt des Regionalverband Saarbrücken unter Tel. (06 81) 506 51 54 oder im Internet.

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