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Jugend interpretiert Kreuzweg als Tanz

Saarbrücken. Ein spannendes Tanzprojekt ist am Freitag in Saarbrücken zu sehen. Unter Leitung von Mitgliedern des Staatstheaters setzen sich junge Leute mit dem Kreuzweg tänzerisch auseinander. Erste Station ist am Freitag das Museum in der Schlosskirche. red

Der Tanz als Darstellungsform des Kreuzwegs - darauf lassen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ökumenischen Kreuzweges der Jugend in Saarbrücken ein.

18 Jugendliche stehen in einer rechteckigen Formation im Pavillon der Willi-Graf-Schulen. Ein schwarzes Tuch - Symbol für den Schmerz - liegt neben jedem der Tänzer und Tänzerinnen auf dem Boden. Die Musik beginnt, die Tänzer bewegen sich langsam um das schwarze Tuch, bis sie sich in das Tuch, in ihren Schmerz, hineinlegen. So beginnt eine der bedrückenden Tanzszenen des diesjährigen Kreuzweges der Jugend .

Aus einer Ecke des Raumes gibt Youn Hui Jeon Anweisungen. Die Südkoreanerin gehört seit vielen Jahren zum Ballettensemble des Saarländischen Staatstheaters. Assistiert wird sie von Kathrine Lake, ebenfalls Tänzerin am Staatstheater. Gemeinsam mit dem katholischen Theologen Heiner Buchen haben sie vier Tanzbilder für den Kreuzweg der Jugend entwickelt.

Neben der intensiven Tanzarbeit haben sich die jungen Tänzerinnen und Tänzer mit der Frage beschäftigt, warum Jesus von Nazareth ein Opfer von Gewalt und Willkür wurde. Ebenso stehen die Erfahrungen von Gewalt, Ausgrenzung und Unterdrückung in unseren Tagen, sowie das Ringen von Menschen um ein Leben in Würde im Zentrum der inhaltlichen Auseinandersetzung. Die sich daraus entwickelten Gedanken, Gefühle und Bewegungen gehen in die mal zarten, mal aggressiven Bewegungen der jungen Leute ein.

Der Kreuzweg mit Tanz, Texten und Musik beginnt am Freitag, 27. März, um 18 Uhr im Museum in der Schlosskirche, Am Schlossberg 6. Alle Teilnehmer des Jugendkreuzweges gehen den Weg dann gemeinsam über die Johanneskirche bis zur Kirche St. Michael, wo der Kreuzweg gegen 20.30 Uhr endet. Das teilt das Dekanat Saarbrücken mit.

Info: Heiner Buchen, Tel. (06 81) 70 06 18.