Jetzt gedeihen im Schulgarten auch Kartoffeln

„Außer Kraft und Engagement kostet es nichts“, sagt der Vorsitzende des Generationenbeirates in Friedrichsthal, Werner Pietsch. Das Gremium ist das erste seiner Art im Saarland.

Mit zwei ausgewählten Projekten will der Beirat die Kommune attraktiver machen. Zum einen soll "Wohnen für Hilfe" Studierende in die Stadt locken, zum anderen will das ehrenamtlich tätige Gremium die Grünflächen bunter und "essbar" gestalten - nach dem Vorbild der "essbaren" Stadt Andernach am Rhein.

Los ging es nun mit dem ersten Projekt, das der Beirat gemeinsam mit der Gemeinschaftsschule Friedrichsthal, der Edith-Stein-Schule jetzt gestartet hat. Mitglieder des Rates, Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 bis 9 und Lehrer machten sich an die Arbeit, den Schulgarten in Ordnung zu bringen und zu bepflanzen. Kartoffeln, Gemüse und Kräuter hat das Gärtnerteam schon in die Erde eingebracht. Der Garten sei einigermaßen verwildert gewesen, berichten Regina Köhnke und Andreas Hartmann, die das Projekt seitens der Schule begleiten. Die Schüler wiederum gingen mit Begeisterung an die Sache heran. "Es macht viel Spaß und ich lerne viel über Gartenarbeit", sagte Jan Detemple aus der Klasse 6.1.Viel Freude an dieser Arbeit bei schönem Frühlingswetter im Freien haben auch Selina-Kim Bungert und Jasmine Schmitt, die zusammen mit Rita Götzinger Bärlauch anpflanzen. Über das Engagement in der Schule hinaus verfolgt der Generationenbeirat, der zurzeit 14 Mitglieder hat, noch weitere ehrgeizige Ziele. So sei eine Streuobstwiese auf dem Hoferkopf geplant, und im Bereich der Inselstraße werde der sogenannte Inselgarten entstehen, in dem Gemüse angepflanzt werden soll. Jeder Bürger soll sich aus dem Garten bedienen dürfen, so das Konzept der "essbaren Stadt". Schön soll sie sein, und auch einen praktischen Nutzen für alle soll sie haben.