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Jäger haben Wildschweinplage im Regionalverband offenbar im Griff

Saarbrücken. Die Jäger im Regionalverband haben sich zur Mitgliederversammlung getroffen. Themen waren unter anderem die Wildschwein-Situation in der Region und wie sich der Verband auf die Ankunft des Wolfs vorbereitet. Andreas Lang

Die Waidmänner des Regionalverbandes haben das Wildschweinproblem offenbar im Griff. In seinem Jahresbericht bei der Mitgliederversammlung der Kreisgruppe Stadt und Regionalverband Saarbrücken der Vereinigung der Jäger des Saarlandes (VJS) in der Fischerhütte am Burbacher Waldweiher berichtete Kreisjägermeister Heiner Kausch, in Völklingen zu Hause, unter anderem über die Schwarzwild-Situation im Regionalverband.

Hatten die Rotten vor nicht allzu langer Zeit noch in vielen Gärten und Parkanlagen am Stadtrand gewühlt und gewütet, gab es zuletzt kaum noch Grund zu Beschwerden. Kausch: "Inzwischen werden alle Problembereiche bejagt, jetzt ist das Problem stark zurückgegangen." Der Saarbrücker Stadtförster Ralf Blechschmidt pflichtete ihm bei. Bei der Stadt liefen kaum noch Beschwerdeanrufe auf.

Und auch eine mögliche Besiedlung des Regionalverbandes durch Wölfe wurde besprochen. Aktuell gibt es bundesweit 35 Wolfsfamilien (31 Rudel und vier Paare) in den Ländern Sachsen , Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern, berichtete kürzlich der Nabu. Danach haben sich die Tiere bundesweit schneller ausgebreitet als gedacht. In allen Bundesländern bis auf Baden-Württemberg und das Saarland seien bereits Wölfe gesichtet worden, hieß es vom Nabu. Durch die großen Entfernungen, die Wölfe zurücklegen, dürften sie irgendwann also auch das Saarland erreichen. Falls ein Wolf im Regionalverband auftaucht, sei die Jägerschaft vorbereitet, hieß es bei der Mitgliederversammlung. In Zusammenarbeit mit dem saarländischen Umweltministerium werde das Thema ständig in Sitzungen besprochen, um gegebenenfalls rechtzeitig die notwendigen Maßnahmen einleiten zu können.

In seinem Streckenbericht kommentierte Kausch außerdem die Zahl der erlegten Tiere: "Beim Schwarzwild lagen wir mit 280 Tieren in etwa gleich zum Vorjahr." Die Zahl belege, dass die Schwarzkittel-Problematik derzeit im Griff sei: "Das sind relativ wenige, und wir bewegen uns mittlerweile auf einem erträglichen Niveau." Etwas zurückgegangen sei die Zahl des erlegten Rehwildes - 450 lautet die Zahl in diesem Bereich. Geehrt wurden zudem zahlreiche Jubilare. Unter ihnen taten sich vor allem Hans Joachim Klein, Hans Zöllner und Heinrich Lenhard hervor. Sie gehören dem Verband Saarländischer Jäger seit 60 Jahren an.