Israelis wollen Saarbrücken als Partner

Saarbrücken. Die Deutsch-Israelische Gesellschaft Saar (DIG) freut sich darüber, dass die CDU-Stadtratsfraktion eine Partnerschaft zwischen Saarbrücken und einer Stadt in Israel angeregt hat. Die DIG selbst habe "vor rund fünf Jahren dazu einige Vorstöße gemacht", sagt deren Präsidentin Iris Neu

Saarbrücken. Die Deutsch-Israelische Gesellschaft Saar (DIG) freut sich darüber, dass die CDU-Stadtratsfraktion eine Partnerschaft zwischen Saarbrücken und einer Stadt in Israel angeregt hat. Die DIG selbst habe "vor rund fünf Jahren dazu einige Vorstöße gemacht", sagt deren Präsidentin Iris Neu. Die DIG hat der Stadtverwaltung damals sogar einen konkreten Vorschlag gemacht: die Stadt Rosh Ha'ayn."Man wollte dort so gerne eine Partnerschaft mit Saarbrücken. Ich hatte selbst in Israel mit dem Bürgermeister und anderen Vertretern der Stadt gesprochen", sagt Iris Neu. Damals sei eine Städtepartnerschaft von der Stadtverwaltung "zwar nicht rigoros abgelehnt" worden, "aber es wurden uns wenig Hoffnungen gemacht", erinnert sich die DIG-Präsidentin.

Die Stadt Saarbrücken habe kein Geld für eine weitere Städtepartnerschaft, habe es im Rathaus geheißen. "Für mich ist das eine Ausrede. Eine Städtepartnerschaft braucht engagierte und interessierte Leute, die sie pflegen. Sie verschlingt keine Millionen", hält Neu dagegen. Eine solche Städtepartnerschaft sei "längst überfällig". Neu: "Alle größeren Städte in Deutschland - und auch viele kleinere Gemeinden, zum Beispiel Eppelborn - unterhalten eine Partnerschaft mit einer israelischen Stadt."

Auch aus Saarbrücken seien viele Juden nach Israel geflüchtet. Heute lebe die zweite und dritte Generation mit saarländischen Wurzeln dort. "Eine Städtepartnerschaft sollte möglichst schnell in Angriff genommen werden, noch ehe der letzte Holocaust-Überlebende gestorben ist", fordert Neu. ols