Intensiver Abend bei der Sommermusik in der Stadtgalerie

Johannes Brahms blies in jungen Jahren selbst ins Waldhorn: Der intimen Vertrautheit verdanken wir sein schönes Es-Dur-Horntrio, wo sich das Blechbläser-Timbre perfekt ins Kammermusik-Ambiente fügt.

Sehr harmonisch musiziert, war das melodienselige und in Brahms-Manier pikant ausgeführte Opus am Donnerstag in der Stadtgalerie zu hören. Philipp Schmelzle (Horn), Moritz Ernst (Klavier) und Julian Fahrner (Violine) empfahlen sich bei ihrem Debüt bei der Sommermusik als zupackendes Trio, das klare Konzepte und aufmerksames Miteinander verband. Dass er sein Instrument ausdrucksvoll sprechen und singen lassen kann, zeigte Philipp Schmelzle, stellvertretender Solohornist des Stadtorchesters Heidelberg, auch bei Robert Schumanns Adagio und Allegro op. 70 für Horn und Klavier. In Sachen Klangfarben bot sich für Julian Fahrner bei der folkloristisch durchtränkten Violinsonate op. 13 von Edvard Grieg ein weiteres Feld. Feinarbeit wie auf dem Seziertisch gab's bei Arnold Schönbergs Klavierstücken op. 19 von Moritz Ernst, der an dem intensiven Abend souverän die Fäden zog.

Nächstes Konzert der Sommermusik: Donnerstag, 7. August, 20 Uhr, Stadtgalerie "Gras wachsen hören - Musik mit Pflanze"