„In höchstem Maße ehrenwert“

Beide haben im Ehrenamt Großes geleistet: Helga Rettler und Albert Weber. Auch Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer zeigte sich beeindruckt von dem Engagement der beiden aus dem Kreis Saarlouis, was sie in ihren Reden bei der Ordensverleihung Ausdruck verlieh.

Helga Rettler ist ein Urgestein des Roten Kreuzes. In Saarbrücken erhielt sie in der Staatskanzlei von Annegret Kramp-Karrenbauer die Bundesverdienstmedaille. Dabei würdigte die Ministerpräsidentin ihre Arbeit: "Sie ist seit 1967 Mitglied beim Deutschen Roten Kreuz, wo sie von 1979 bis 2000 die Bereitschaftsleitung der Ortsvereine Schwalbach, Bous, Ensdorf, Hülzweiler und Elm übernahm." Seit 2001 ist Rettler Vorsitzende des DRK Hülzweiler. Wobei sie hier von 1995 bis 2009 als Sozialdienstleiterin beim Aufbau und der Leitung der Kleiderkammer tätig war.

2013 gründete Rettler als Übungsleiterin eine Seniorengymnastikgruppe, daneben führt sie ehrenamtliche Besuchs- und Fahrdienste für alte und hilfsbedürftige Menschen durch. Bei größeren Veranstaltungen des DRK ist sie immer unterstützend präsent. Ministerin Monika Bachmann , die Saarlouiser DRK-Kreisvorsitzende ist, stimmt dem nachdrücklich zu. Kramp-Karrenbauer: "Durch ihren persönlichen Einsatz haben Sie die Entwicklung des Ortsvereins mitgeprägt. Sie gaben ferner für die Ausrichtung und Fortentwicklung der DRK-Angebote wertvolle Impulse." Rettler kümmere sich vor allem um alleinstehende Menschen. Sie gibt ihnen Hilfestellungen und organisiert sogar Beerdigungen für sie. Wenn es nötig ist, begleitet Rettler Sterbende über Nacht.

Derzeit ist Rettler mit den DRK-Mitgliedern aus ihrem Ortsverein in der Landesaufnahmestelle für Flüchtlinge in Lebach und hilft, wo sie gebraucht wird. Diese Arbeit nannte die Ministerpräsidentin "enorm wichtig für die Integration der Flüchtlinge und in höchstem Maße ehrenwert". Rettlers ehrenamtlichen Tätigkeiten rechtfertigten aufgrund ihrer "vielfältigen, langjährigen und bedeutungsvollen Verdienste eine Auszeichnung mit der Bundesverdienstmedaille", beendete Kramp-Karrenbauer ihre Laudatio.

Vereinsmitglied seit 1948

Auch Albert Weber aus Elm hat die Bundesverdienstmedaille des Bundespräsidenten aus der Hand von der Ministerpräsidentin erhalten. Sie sagte: "Albert Weber ist bereits seit 1948 Mitglied im Verein TuS Elm-Sprengen . Er war dort selbst aktiver Handballer, aber auch Jugendtrainer und Betreuer und nicht zuletzt 35 Jahre lang Vorstandsmitglied."

So war er beim Bau des Sportplatzes, später beim Umbau zum Rasenplatz und 1999 an den Renovierungsarbeiten der Liegenschaften beteiligt. Auch die 15 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit im Seniorenrat - Weber hat seit 2014 das Amt des Senioren-Sicherheitsberaters der Gemeinde Schwalbach inne - erwähnte Kramp-Karrenbauer. Diese Arbeit sei von ganz besonderer Bedeutung: "Sie sind Bindeglied zwischen Polizei und Senioren." Denn die Aufgabe von Weber und seinen Kollegen ist es, insbesondere ältere Menschen über Kriminalität und Gefahren aufzuklären und dadurch Ängste zu nehmen sowie praktische Ratschläge und bewährte Hilfe zu geben.

Die Ministerpräsidentin verlieh auch Albert Weber aus Schwalbach den Bundesverdienstorden. Fotos: Becker & Bredel

Webers Engagement als Leiter der Werksfeuerwehr der Firma Ludwig Saarlouis lobte sie ebenfalls, auch wenn dieses schon mit dem Ehrenabzeichen der Feuerwehr Saarlouis geehrt worden ist. In seiner Heimat sei Weber noch aus einem anderen Engagement heraus bekannt: "Als gelernter Mühlenbauer und Schreiner waren Sie sowohl für den Förderverein für Heimatkunde und Denkmalpflege Schwalbach, als auch bei verschiedenen Ferienaktionen für die Jugend der Gemeinde und Schüler der Förderschule Lernen tätig", zählte Kramp-Karrenbauer auf. So engagierte er sich bei den Ferienaktionen am Eisenbahnschaft mit Kursen wie "Wie baut man eine Rappel?" oder "Wie baut man Nistkästen?" Er führte auch Handwerkskurse der VHS für Frauen durch organisierte Mühlenwanderungen im Elmer Bachtal.