Immer Augen auf und die Tasche zuhalten!

Diebe lieben das: Kauflustige strömen mit den Wunschzetteln ihrer Lieben und viel Geld in den Taschen durch die Stadt. Polizisten wollen verhindern, dass Verbrecher sich dreist aus diesen Taschen bedienen.

Die Hand greift auf der Suche nach dem Geldbeutel ins Leere. Schlagartig ist die Vorfreude aufs Fest weg. Weinend sitzt das Opfer in der Polizeiwache an der Karcherstraße. Das ist erst ein paar Tage her. Doch es gab Hilfe. Von Kerstin Dresch, Patrick Rubeck, Michael Gottesleben und anderen Kontaktpolizisten (Kops). Das Team sieht jedes Jahr Hunderte Opfer von Taschendieben. Allein 2013 waren es 571, weit mehr als 2012 (264). Die Kriminellen griffen besonders häufig dort zu, wo die meisten Menschen unterwegs sind - in der Bahnhofstraße und am St. Johanner Markt. Kerstin Dresch erwartet für 2014 einen weiteren deutlichen Anstieg der Diebstahlszahlen. Besonders im Advent dürften Kriminelle sich unter die Massen mischen, um schnell Beute zu machen. Die Kops halten dagegen. Sie warnen, klären auf, helfen Opfern. "Vorbeugung ist das A und O. Wer sich richtig schützt, und das ist gut und einfach möglich, verringert sein Risiko, bestohlen zu werden, fast auf Null", sagt Michael Gottesleben. Wie das geht, zeigten er und seine Kollegen mit ihren Aufklärungsaktionen am Sonntag in der Bahnhofstraße an einem Infostand nahe der Thalia-Buchhandlung.

Am 13. Dezember, dem langen Einkaufssamstag, ist der Infostand der Saarbrücker Kontaktpolizisten von 14 bis 20 Uhr geöffnet. Weißer Ring und Seniorensicherheitsberater machen mit. Sie wollen den Opfern dreister Diebe helfen. Und verhindern, dass andere Menschen zum Opfer werden.

Die Saarbrücker Kontaktpolizisten sind immer montags bis freitags von 7 bis 20 Uhr erreichbar unter Tel. (06 81) 9 32 16 66. Ist das Team außer Haus, rufen die Beamten zurück. In Notfällen hilft die auch Wache, Tel. (06 81) 9 32 12 33.