Im Zeichen der Blue notes

Zum zehnten Mal bietet das Saarbrücker Jazzsyndikat hiesigen Freunden der Blue notes ein Festival mit internationalen Gästen. Vom 5. bis 21. November steht die Landeshauptstadt im Zeichen des Jazz.

 Olivier Franc gilt als Nachfolger des legendären schwarzen Saxophonisten und Klarinettisten Sidney Bechet. Foto: ver
Olivier Franc gilt als Nachfolger des legendären schwarzen Saxophonisten und Klarinettisten Sidney Bechet. Foto: ver Foto: ver
 David Murray ist in Saarbrücken im Rahmen eines Clubkonzerts zu hören. Foto: ver
David Murray ist in Saarbrücken im Rahmen eines Clubkonzerts zu hören. Foto: ver Foto: ver

Zur zehnten Auflage des Saarbrücker Jazz-Festivals will das Jazzsyndikat es so richtig krachen lassen. Ein Bigband-Meeting in der Congresshalle macht am 5. November den Auftakt. Marlene Krieger, die Vorsitzende des Saarbrücker Jazz-Födervereins, und Wolfgang Krause, der künstlerische Leiter des Jazz-Festivals, waren vor ein paar Wochen in Holland, um das Jazz Orchestra of the Concertgebouw zu hören. Die Amsterdamer Musik-Institution Concertgebouw feiert in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen. Seit 1999 spielt das Jazz Orchestra dort eine herausragende Rolle: Die Big Band versammelt 18 der besten Jazzmusiker der Niederlande. "Eine Sensation", begeistert sich Wolfgang Krause über den Coup, diese Formation nach Saarbrücken zu holen. "Wir wollen, dass die Festivalbesucher eine hervorragende deutsche Bigband im Vergleich zu dieser außergewöhnlichen niederländischen Formation hören können", erläutert Marlene Krieger die Motivation für das Meeting.

Die Wahl fiel auf die NDR-Bigband, die in diesem Jahr mit dem Jazz-Echo ausgezeichnet wurde. Das Meeting ist der deutschen Jazzlegende Wolfgang Schlüter gewidmet. Kurz vor seinem 80sten Geburtstag kommt der Hamburger Vibraphonist mit seinem Quartett und der NDR-Bigband nach Saarbrücken. Marlene Krieger, die ein gutes Verhältnis zu dem Musiker hat, der schon früher Gast des Saarbrücker Festivals war, freut sich besonders über diese Hommage. "Schlüter bringt seine gerade erschienene Biographie mit zum Festival", kündigt sie an.

Das Programm des Festivals bis 21. November ist vielfältig und gespickt mit Höhepunkten. Wolfgang Krause freut sich besonders auf die Clubabende im Domicil Leidinger. An sechs Tagen hintereinander treten dort Saxofonisten auf.

"Clubgäste haben die einmalige Chance, Leute zu hören, die dieses Instrument meisterlich beherrschen", kündigt Krause an. Von Tradition bis Avantgarde reicht das Spektrum. Mit Miguel Zenon, Grant Stewart und David Murray sind drei US-Saxofonisten vertreten, außerdem Shauli Einav aus Israel, Olivier Franc aus Paris und Karolina Strassmayer, die Saxofonistin der NDR-Bigband. David Murray lebt in Paris und füllt sonst große Säle. "Es wird ein Erlebnis, ihn einmal im intimen Clubkonzert zu hören", freut sich Festivalmacher Wolfgang Krause.

Der Vorverkauf zum Saarbrücker Jazz-Festival läuft. Karten für die einzelnen Veranstaltungen gibt es im Musikhaus Knopp, Futterstraße 4, Telefon. (06 81) 91 01 00, bei allen ticket-regional-Vorverkaufsstellen sowie auf der Internetseite des Jazzsyndikats:

www.jazz-syndikat.de