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Im Tierheim warten sanfte Riesen

Saarbrücken. Ob Riese oder Zwerg: Kaninchen benötigen Zuwendung. Sie leiden sehr darunter, wenn ihnen Menschen aus Unkenntnis oder Gleichgültigkeit nicht genügend Aufmerksamkeit schenken. Ein Leben mit zu wenig Platz und zu wenigen Streicheleinheiten lässt sie verkümmern. Eva Fell vom Tierheim-Team fasst zusammen, was für ein gutes Kaninchenleben wichtig ist. Frank Kohler

Kaninchen Jessica blickt neugierig um sich. Fototermin? Gern doch. Das schwarze Ding da vor ihrem Schnäuzchen mit dem großen Glasauge macht ihr nichts aus. Sie sitzt gern bei Christina Gorges auf dem Schoß und lässt sich streicheln. Wer die heitere Gelassenheit der stattlichen Kaninchendame sieht, mag kaum glauben, dass Jessica schon eine alles andere als artgerechte Tierhaltung durchstehen musste, ehe sie ins Saarbrücker Bertha-Bruch-Heim kam. Von einem Leben mit genügend Auslauf und der Abwechslung, wie sie das Leben mit Artgenossen bietet, konnte keine Rede sein. Aber ängstlich ist sie darüber nicht geworden.

Sie hat diese erste Zeit ihres Daseins ohne Gesundheitsschäden hinter sich gelassen und ist bereit für ein neues Leben. Barbara Best vom Heim-Team des Tierschutzvereins Saarbrücken fasst das Wichtigste so zusammen: "Jessica ist gesellig wie die meisten Kaninchen und sollte nicht allein leben."

Im Käfig holen sie mitunter Erinnerungen an ihre Jugend ein. Aber im Freilauf blüht die Kaninchendame sofort auf. Lieb und zutraulich zeigt sie ihre ganze Lebensfreude. Dabei hat sie einen Vorzug, den viele zu schätzen wissen. Jessica ist absolut stubenrein und für ein Leben in einem Haus wie geschaffen.

Name: Jessica

Alter: unbekannt

Rasse: Kaninchen wildfarben

Kastriert: nein

Gesundheit: gut

Besonderheiten: Innenhaltung ist möglich

Kommen wir nun zu einem Pärchen, das immer gemeinsam durchs Leben hoppeln soll. Daisy und sein Freund Dunken. Die beiden sind recht zutraulich. Menschen sind dem Pärchen genauso sympathisch wie Artgenossen. Sie haben schon in einer größeren Kaninchengruppe gelebt und gezeigt, dass sie das Zeug zu Teamspielern haben. Mit einer Einschränkung: Dunken kommt nicht unbedingt mit anderen Jungs klar und lässt sie das dann auch spüren. Sein Ein und Alles ist eben Daisy. Wer sie möchte, muss auch Dunken ein neues und artgerechtes Zuhause geben.

Weitere Informationen über die Kaninchen gibt es im Tierheim täglich von 14 Uhr bis 17 Uhr (außer montags) unter Telefon (06 81) 5 35 30.

Name: Daisy (braun),

Dunken (schwarz)

Alter: unbekannt

Rasse: Stallkaninchen (Dunken), Zwergkaninchen (Daisy)

Kastriert: Dunken ja, Daisy nein

Gesundheit: gut

Besonderheiten: Die beiden hängen sehr aneinander. Seit Monaten bekommen wir immer mehr große Kaninchen . Teils sind es Tiere, die den Besitzern als Zwerge verkauft wurden und dann immer größer wurden. Teils handelt es sich um Tiere aus schlechter Haltung. Leider ist die Ansicht noch weit verbreitet, man könnte Kaninchen problemlos einzeln in kleinen Boxen halten. Dass dies den bewegungsfreudigen, sozialen Kerlchen nicht gerecht wird, sollte jedem klar sein, der mal eine Gruppe auf einer Wiese sah. Da aber nun mal immer mehr dieser "Stallkaninchen" bei uns landen, wollen wir mit Vorurteilen aufräumen.

Viele Interessenten haben bereits ein Kaninchen , meist einen Zwerg, und suchen dafür Gesellschaft. Leider hält die Größe der "Stallis" viele davon ab, sie mitzunehmen. Dabei ist die Sorge unbegründet, das große Tier könnte den Zwerg unterdrücken. Ob andere ein Tier stressen, hat nichts mit der Größe zu tun. Wichtig ist, ob die Tiere sich mögen und sich an eine Rangordnung halten. Wir hatten schon Zwerge als Chef im Gehege, und natürlich standen mitunter Kaninchen in der Rangfolge oben. Ihnen ist egal, ob der Partner größer oder kleiner, weiß, schwarz oder braun ist. Vielmehr müssen die Charaktere zusammenpassen. Das zeigen Daisy und Dunken. Sie kamen gemeinsam ins Heim. Obwohl sie mal in einer Gruppe mit großen und kleinen Kaninchen lebten, hängen sie sehr aneinander und suchten sich keinen Partner, der von der Größe besser gepasst hätte.