Im Ritterstraßer Wald wird gerodet

Verwundert über Baumfällarbeiten zeigte sich unser Leser Otmar Ziegler bei einem Waldspaziergang im Bereich Ritterstraße, nahe des Friedhofs und entlang des Dickenbergs: „Leider kamen wir wegen starken Rodungsarbeiten – Baumstämme lagen kreuz und quer auf den Wegen – nicht weit“, es sei „ein Bild des Grauens“ gewesen. Er befürchte auch, dass die Funktion des Waldes als natürliche Lärm- und Staubschutzwand zwischen Wohnbebauung und der Sand- und Kiesgrube leidet.

Zudem wirft er die Frage auf, ob es womöglich um Rodungsarbeiten für eine Erweiterung der Kiesgrube oder im Hinblick auf Windräder-Bau gehe.

Klaus Nickels, Leiter des Fachdienstes Umwelt und Naturschutz der Stadt Püttlingen, erklärte dazu: "Das ist eine ganz normale Geschichte der Waldbewirtschaftung", Buchen wurden gefällt und an den Weg gezogen und liegen im Zuge der Arbeit auch mal quer über dem Weg.

Einen Kahlschlag gebe es nicht. Etliche Buchen seien in dem Bereich erntereif, ja es sei sogar höchste Zeit, denn eigentlich sollten sie schon vor zwei, drei Jahren gefällt werden, doch man habe es verschoben, weil man wegen des damaligen Ausbaus der Kiesgrube dort nicht noch einen weiteren Arbeitsbereich schaffen wollte.

Auch Revierförster Urban Backes erklärt, dass die Buchen ihre "Zielstärke" erreicht haben und gefällt werden müssen, bevor sie zu dick werden. Denn in Püttlingen halte man es wie im Staatswald, dass Buchen ab einem Durchmesser von etwa 90 Zentimetern nicht mehr gefällt werden. Es gibt auch weitere Gründe, dass auf den ersten Blick erntereife Bäume mit einem "B" (für "Biodiversität") gekennzeichnet und nicht gefällt werden, etwa wenn sich im Stamm eine Spechthöhle befindet. Backes geht davon aus, dass die eigentlichen Fällarbeiten bis Ende nächster Woche beendet sind, möglicherweise auch die Rücke- und Aufräumarbeiten. Das hänge jedoch vom Wetter ab - ist es zwischendrin nicht ein, zwei Tage trocken, dann können diese Arbeiten auch noch länger dauern.