Im Park wuchs der Traum vom Künstlerberuf

Die große Raumskulptur des Saarbrücker Bildhauers Martin Steinert prägt bereits seit November 2012 den Platz vor dem Kulturzentrum am Eurobahnhof. Jetzt stellte der Künstler mit Kulturdezernent Erik Schrader einen Katalog vor. Dieser lässt anhand von Fotografien die Entstehung der Skulptur nachvollziehen.

"Wir haben mit Absicht etwas gewartet mit der Fertigstellung des Kataloges, denn so konnten auch Fotografien gezeigt werden, die die Veränderungen der Skulptur im Laufe der Jahreszeiten dokumentieren", erläutert Kulturdezernent Erik Schrader. Anhand der vielen Fotografien in der Broschüre kann man die Planung und den Aufbau der raumgreifenden Skulptur Martin Steinerts nacherleben. Zu sehen ist, wie unterschiedlich deren Wirkung mit Herbstlaub oder im Schnee ist. Aber nicht nur der Katalog stand im Mittelpunkt der Präsentation am Freitagvormittag im Lesepavillon des Deutsch-Französischen-Gartens. Denn dieser Tage kann man dort Martin Steinert bei der Arbeit erleben. Am Freitag, 26. April, 18 Uhr, wird im Tal der Blumen im Deutsch-Französischen Garten eine zeitlich begrenzte Freilicht-Ausstellung mit Werken des Künstlers eröffnet. Drei Skulpturen sind bereits fertiggestellt, acht weitere stehen im Atelier bereit, und noch vier Werke sollen in den nächsten Tagen vor Ort aufgebaut werden.

Für Martin Steinert ist eine Ausstellung im Deutsch-Französischen Garten verbunden mit Kindheitserinnerungen. "Mein Vater war hier Gartenarchitekt, und ich war als Kind ganz oft im Park. Die Skulpturen, die damals hier aufgestellt wurden, haben in mir sogar den Wunsch geweckt, auch Bildhauer zu werden", erzählt Martin Steinert während der Präsentation. Dass seine Skulpturen, die er jetzt hier aufbaut, nur bis zum Ende des Sommers stehen bleiben werden, stört ihn nicht. "Denn früher oder später würde die Natur sich die Holzarbeiten einverleiben." Und so ist er schon gespannt, wie sich seine Arbeiten im Laufe der Monate verändern werden, ganz ähnlich wie bei der großen Skulptur am Eurobahnhof. Die drei Werke, die bereits zu sehen sind, machen dann auch neugierig auf das, was noch kommt. Denn Martin Steinert plant seine Skulpturen genau für den jeweiligen Ort, an dem sie stehen oder hängen werden, und bezieht die Natur und die Umgebung künstlerisch und ästhetisch mit ein.

"Übergänge - Objekte und Installationen im freien Raum, von Martin Steinert", Ausstellung im Tal der Blumen im Deutsch-Französischen Garten bis 31. August. Eröffnung: Freitag, 26.April, 18 Uhr, im Lesepavillon.