Im Lokschuppen geht der Punk ab

Das Antattack-Festival 2014 geht am Samstag, 12. April, im Dillinger Lokschuppen bereits zum fünften Mal an den Start. Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf deutschem Punk – und der guten Sache.

Die drei Jungs von Peter Pan Speedrock kommen aus Holland.
Diese drei Musiker bilden Templeton Pek, eine britische Punkrock-Band aus Birmingham.
Das Trio Kuchenclub stammt aus Beckingen.
Slime sind sozusagen die alten Hasen des deutschen Punks.

Das Organisationsteam des Dillinger Antattack-Festivals, seit 2011 bestehend aus Dustin Sünder, Thomas Schmidt und Stefan Mohr, hat sich wieder größte Mühe gegeben, für seine fünfte Ausgabe ein ordentliches Programm für Punk- und Hardrock-Fans auf die Beine zu stellen. Die Zielgruppe ist, wie in den Vorjahren, vom Alter her breit gestreut; oder, wie Stefan Mohr es formuliert: "Jugendliche von 14 bis 50 Jahren."

Geld aus eigener Tasche

Im Schnitt zog das Indoor-Festival Antattack in den vergangenen Jahren um die 1000 Besucher an, je nach Programm. "Einen großen Zuwachs konnten wir nicht verbuchen. Wir haben aber gemerkt, dass die Leute keinen Mainstream wollen. Deutschpunk wurde eigentlich am meisten gefordert. Das haben wir 2014 auch umgesetzt."

Auf gut 1200 Gäste hofft Mohr in diesem Jahr: "2014 muss jetzt auch endlich finanziell gesehen ein Erfolg werden. Wenn nicht, müssen wir aufhören, da unser Erspartes aufgebraucht ist." Denn das kleine Festival finanzieren die drei Jungs aus Saarwellingen durch Sponsoren und aus eigener Tasche; unterstützt werden sie bei der Durchführung von der Stadt Dillingen.

Ein Tag, neun Bands

Schon ab 14 Uhr stehen insgesamt neun deutsche und europäische Bands mit Musik der härteren Sorte auf der Bühne. "Damit ist das Line-Up komplett", bestätigt Mohr.

Mit dabei sind in diesem Jahr schon zum zweiten Mal Die Kassierer. Die provokanten Deutsch-Punker aus Bochum wurden bereits 2012 auf dem Antattack gefeiert.

Seit vielen Jahre bekannt sind Slime, eine der einflussreichsten deutschen Punkbands. Ebenso die Ska-Punk-Combo Sondaschule aus Mühlheim an der Ruhr, die 2014 ihr 15-jähriges Bestehen feiern kann.

Die drei Jungs der Hardrock-Band Peter Pan Speedrock aus Holland haben bereits auf etlichen Festivals gespielt und rocken nun auch die Antattack-Bühne. Das Trio Kotzreiz aus Berlin spielt eingängigen simplen Deutschpunk im Stil der Achtziger Jahre. Schlagzeuger Christopher ist auch als Drummer der Band Jennifer Rostock bekannt, die im Vorjahr auf dem Antattack auftraten.

Außerdem sind dabei: Kitty in a casket, eine Punk'n'Roll-Band aus Österreich, die Punkrocker Rogers aus Düsseldorf und mit Templeton Pek auch eine britische Punk-Rock-Band aus Birmingham. Und mit Kuchenclub gibt es auch eine lokale Band - aus Beckingen.

Ein Tag, neun Bands und große Erwartungen: "Slime und Die Kassierer ziehen wohl am stärksten die etwas älteren Punks", meint Mohr. "Und mit Sondaschule und Kotzreiz sprechen wir das wohl jüngere tanzfreudige Publikum an."

Veganes Essen

Neu ist das Becherpfand, das auch für einen guten Zweck gespendet werden kann. Denn Antattack unterstützt die Aktion "Viva con Agua de Sankt Pauli", die sich für sauberes Trinkwasser in Entwicklungsländern einsetzt. Veganes Essen sowie veganen Kuchen und Kaffee servieren die Saarbucks - Vegans for animals. Deren kompletter Erlös wird an verschiedene Kastrationsprojekte von Streuner- und Straßentieren und die Stiftung Hof Butenland gespendet, erklärt das Orga-Team. Daneben gibt es auch ein übliches Angebot an Essen und Getränken.

Der Parkplatz am Lokschuppen bleibt weiterhin kostenlos. Aber Mohr hat noch eine Bitte: "Tut uns den Gefallen und nutzt die dafür bereitgestellten Mülltonnen. Pfandflaschen gehören daneben! Grillen und Zelten ist dort nicht gestattet. Wir wollen echt keine Gebühren für den Parkplatz verlangen, das müssen wir aber, wenn er gereinigt werden muss."

Tickets gibt's für 28,50 Euro an allen bekannten Vorverkaufsstellen von Ticket Regional und Eventim. Die beliebten Hardcover-Tickets sind demnächst in verschiedenen Geschäften erhältlich; die Adressen und weitere Infos finden sich seit Ende Januar auf der neuen Homepage des Festivals:

antattack.de