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| 20:09 Uhr

Im Botanischen Garten der Saar-Uni beginnt das große Sterben

Der Botanische Garten an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken am Donnerstag (16.03.2016).Location:Saarbrücken
Der Botanische Garten an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken am Donnerstag (16.03.2016).Location:Saarbrücken FOTO: Becker&Bredel
Saarbrücken. Die tropischen Pflanzen im seit April geschlossenen Botanischen Garten der Saar-Uni stehen kurz vor ihrem Ende. Wie die SZ gestern aus zuverlässiger Quelle erfuhr, stehen wegen urlaubsbedingter Abwesenheit seit gestern keine fachkundigen Gärtner mehr zur Verfügung, um tausende Pflanzen zu wässern, zu düngen, zu beschatten, zu lüften und vor Schädlingen zu schützen. Damit dürfte ein Großteil der etwa 2500 Pflanzenarten nicht mehr zu retten sein, hieß es in Uni-Kreisen. Die Saar-Uni hatte aus finanziellen Gründen eine weitere Unterhaltung des einzigen Botanischen Gartens im Saarland seit Anfang April eingestellt. Trotz Protesten aus der Bevölkerung und der Landtagsopposition hatte sich die CDU/SPD-Landesregierung nicht für eine Fortführung des Lehrgartens eingesetzt. Dietmar Klostermann

Nach SZ-Informationen sind nur etwa 2000 der insgesamt 12 000 Pflanzen von anderen Botanischen Gärten angenommen oder bei der Auktion an Privatleute abgegeben worden. Was mit den Gewächshäusern, die die tropischen Pflanzen aus der ganzen Welt beherbergen, geschieht, ist nach SZ-Informationen derzeit noch unklar. Die Parkanlage mit dem Bestand an seltenen Bäumen werde derzeit von einer Hilfskraft mit einem Zeitvertrag gepflegt, hieß es.

Der ehemalige langjährige Leiter des Botanischen Gartens, Wolfgang Stein, bestätigte der SZ auf Anfrage die Informationen, dass es seit gestern keine Pflege der Pflanzen mehr gibt. "Die allermeisten Pflanzen werden jämmerlich kaputt gehen", sagte Stein. Stein ist im Frühjahr als Lehrender in sein Fach Botanik zurückgekehrt. Zuvor hatte er energisch zusammen mit dem Förderverein für den Erhalt des Botanischen Gartens gekämpft. Die Pressestelle der Saar-Universität versuchte gestern vergeblich, den zuständigen Mitarbeiter für eine Stellungnahme zu erreichen. Diese solle heute erfolgen, hieß es am Abend.