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ICE fährt in Paris zu früh los – Bahn will künftig besser informieren

Saarbrücken. Die Fahrgäste waren rechtzeitig am Bahnhof in Paris – doch der ICE war schon weg. Die Bahn erklärt das mit Bauarbeiten, die oft zu anderen Abfahrtszeiten führten. Das wird auch an diesem Sonntag wieder der Fall sein. Marko Völke

Ein zu früh abgefahrener Zug vermieste mehreren Saarländern ihren Paris-Besuch. Laut Fahrplan und Tickets sollte der TGV nach Saarbrücken an dem Sonntag den Bahnhof Paris-Est um 9.06 Uhr verlassen. "Doch als wir um kurz vor neun am Bahnsteig eintrafen, war der Zug bereits weg", berichtet ein Saarbrücker. Ein Mitarbeiter des Bahnbetreibers SNCF habe ihn und weitere Fahrgäste bereits erwartet und ihnen Ersatzfahrkarten ausgehändigt - allerdings erst für die übernächste Verbindung um 13.05 Uhr. Über die Gründe dafür, so der SZ-Leser-Reporter, habe er sich nicht mit dem französischen Mitarbeiter verständigen können.

Vier Stunden später habe ihnen eine Schaffnerin im ICE mitgeteilt, dass wegen Bauarbeiten die Züge zurzeit früher in Paris losfahren. Neben der verlorenen Zeit ärgert den Reisenden vor allem die Kommunikationspolitik der Deutschen Bahn und der SNCF. Zumal er die Fahrkarten erst einige Tage zuvor gekauft habe und den Unternehmen zudem seine Kontaktdaten für kurzfristige Infos vorgelegen hätten. Auch die Mobile-App, die er sich extra auf sein Smartphone heruntergeladen habe, habe die Fahrplanänderung nicht angezeigt.

Die Bahn bedauere die Unannehmlichkeiten sehr und entschuldige sich dafür, betonte ein Sprecher. Bauarbeiten führten oft zu veränderten Fahrzeiten, die unmittelbar nach Bekanntgabe in die Fahrplansysteme beider Unternehmen eingespielt würden. Durch einen menschlichen Irrtum sei die gegenüber den anderen Wochentagen frühere Abfahrt an diesem Sonntag aber nicht in das SNCF-System eingegeben und so auch nicht an das System der Deutschen Bahn überspielt worden, so der Sprecher. Das Service-Team in Paris-Est habe erst bei Nachfragen der ersten Kunden diesen Fehler festgestellt und "alles versucht, um über Ansagen und persönliche Ansprache die betroffenen Fahrgäste zu informieren". Bei der Mehrzahl habe das auch funktioniert. Der Fehler sei inzwischen behoben, so dass am nächsten Sonntag ein Warnhinweis erfolge und am übernächsten Sonntag die korrekte Abfahrt in den Systemen hinterlegt sei, so der Sprecher. Die Bahn werde sich direkt mit den betroffenen Kunden in Verbindung setzen und diesen eine "großzügige Kulanzregelung" anbieten.