Hubschrauber streuen Kalk über Wald im Nordsaarland

Der Landesbetrieb Saarforst beginnt heute mit dem Abwurf von Kalk über seinen Waldgebieten, um einer Übersauerung der Böden entgegenzuwirken.

Gekalkt werde in den Revieren Losheim, Merzig-Mettlach, Nohfelden und Beckingen auf einer Fläche von rund 1400 Hektar. Das teilte das Saar-Umweltministerium jetzt mit. Zweck der Waldkalkungen sei es, der zum Teil "tief reichenden Versauerung" der Waldböden entgegenzuwirken. Durch die Kalkung werden demnach die Waldböden mit einer Schutzhülle aus Kalk bedeckt. Der Kalk solle die über die Niederschläge eingetragenen Säuremengen in den obersten Bodenschichten neutralisieren, um damit den Bodenzustand zu stabilisieren, hieß es. Die Kalkung diene zudem auch dem Grundwasser und damit letztlich dem Trinkwasserschutz.

Verstreut werde der Magnesiumkalk aus Hubschraubern. Bei einer Menge von etwa drei Tonnen pro Hektar könnten so pro Hubschrauber an einem Tag zwischen 60 und 75 Hektar Wald gekalkt werden. Es sei vorgesehen, zwei Hubschrauber zeitgleich einzusetzen, so das Ministerium. Der Saarforst Landesbetrieb, der die Waldkalkung organisiert und überwacht, wies darauf hin, dass die zur Kalkung vorgesehenen Flächen weiträumig abgesperrt und ausgeschildert seien und bat die Bevölkerung, die Hinweise und Absperrungen im Interesse der eigenen Sicherheit zu beachten. Es solle vor allem verhindert werden, dass die Kleidung der Waldbesucher verschmutzt wird. Das Ausbringen des Kalks sei nicht gesundheitsschädlich.