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Homburg leuchtet bald heller

Schon seit längerem sind am Homburger Forum Straßenlaternen in LED-Technik im Einsatz, bis 2017 soll diese moderne Beleuchtung im ganzen Stadtgebiet der Standard sein und die alten Natriumdampflampen ablösen. Foto: Thorsten Wolf
Schon seit längerem sind am Homburger Forum Straßenlaternen in LED-Technik im Einsatz, bis 2017 soll diese moderne Beleuchtung im ganzen Stadtgebiet der Standard sein und die alten Natriumdampflampen ablösen. Foto: Thorsten Wolf FOTO: Thorsten Wolf
Homburg. Rund ums Homburger Forum leuchten sie schon, die neuen LED-Lampen. In den kommenden dreieinhalb Jahren wird dies in allen Straßen im Stadtgebiet Standard sein. Dafür gibt die Stadt insgesamt 7,2 Millionen Euro aus. Von SZ-MitarbeiterThorsten Wolf

Es werde Licht in Homburg? Ganz so plakativ kann man die Entscheidung des Stadtrates aus der vergangenen Woche, Homburg komplett mit einer neuen Straßenbeleuchtung auszurüsten, wohl nicht beschreiben. Aber immerhin: Neu soll das Licht werden. Das Stichwort lautet dabei Leuchtdiode, kurz LED als Abkürzung des englischen "Light Emitting Diode".

Bis Ende 2017 soll die städtische Straßenbeleuchtung komplett in dieser Technik ausgeführt werden. Bislang sorgen vor allem Natriumdampflampen mit ihrem klassischen gelben Licht in Homburg für nächtlichen Schein. Bei der Stadt ist Jürgen Simon vom Tiefbauamt verantwortlich für das Millionen-Euro-Projekt. Und eben dieses Projekt soll der Stadt in der Zukunft Entlastung im Haushalt verschaffen, geht es doch um eine deutliche Kostenersparnis. "Wir sparen zum Teil 40 bis 50 Prozent Energie ein, beim manchen Leuchten sogar bis zu 70 Prozent. Das macht schon eine Menge aus." Am Ende sollen die derzeit noch hohen Energiekosten drastisch gesenkt werden.

Derzeit muss die Stadt jährlich 760 000 Euro für die städtische Beleuchtung aufbringen. Bei einem Einsparpotenzial von "mindestens 65 Prozent" könnten davon rund 495 000 Euro eingespart werden. Dem gegenüber stehen aber auch erstmal deutliche Aufwendungen. So geht die Stadt über die vier Jahre, die die komplette Umrüstung dauern soll, von rund 1,8 Millionen Euro Investitionssumme pro Jahr aus - macht am Ende einen Gesamtbetrag von 7,2 Millionen Euro. Dieser Betrag soll mit sonderfinanzierten Krediten gestemmt werden, die ausschließlich für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung vorgesehen sind. Diese Kredite seien, trotz schwieriger Haushaltslage, von der Kommunalaufsicht genehmigt worden, weil sie nachweislich ein hohes Maß an Einsparpotenzial und zukünftiger Wirtschaftlichkeit ermöglichten, so Stadtpressesprecher Jürgen Kruthoff gegenüber unserer Zeitung.

Wie diese neue Beleuchtung aussieht, davon kann man sich schon seit einiger Zeit am Homburger Forum ein Bild machen. Fachmann Jürgen Simon erklärte gestern im Gespräch mit unserer Zeitung die faktischen Vorteile der neuen LED-Beleuchtung jenseits ihrer Umweltverträglichkeit und ihres Einsparpotenzials. "Es geht nicht so sehr um die tatsächliche Helligkeit, sondern vielmehr um die Lichtfarbe. Die neuen LED-Lampen liefern ein sehr weißes Licht. Der Kontrast ist wesentlich besser, und die Straße ist gleichmäßiger ausgeleuchtet." Auch sei, so Simon, die Farbwiedergabe der Leuchtdioden besser, "und das ist ja auch für die Verkehrssicherheit wichtig". Allerdings habe es in den Stadtbereichen, in denen die neue Beleuchtungstechnik schon jetzt im Einsatz sei, durchaus auch kritische Töne gegeben, so aus der Erbacher Steinbachstraße. "Dort haben sich die Leute über das aus ihrer Sicht zu helle Licht beschwert." Andernorts, so im Bereich der B 423 zwischen Forum und Richard-Wagner-Straße hingegen sei die Reaktion durchweg positiv. Simon: "Da haben mich Bürger sogar angerufen und gesagt, dass die neue Beleuchtung klasse sei."