Höchste Auszeichnung Japans für Manfred Krischek

Manfred Krischek, 78, Mitbegründer der Deutsch-Japanischen Gesellschaft an der Saar, ist mit einer der höchsten Auszeichnungen geehrt worden, die Japan zu vergeben hat. Der japanische Generalkonsul in Deutschland, Hideyuki Sakamoto, verlieh Krischek in Saarbrücken den „Orden der aufgehenden Sonne mit goldenen und silbernen Strahlen“ für besondere Verdienste um die japanische Kultur und Gesellschaft.

Krischek steht damit in einer Reihe mit Preisträgern wie den ehemaligen Bundeskanzlern Konrad Adenauer (CDU) und Willy Brandt (SPD) sowie dem FDP-Politiker Otto Graf Lambsdorff.

Der kaiserliche Orden trägt die Unterschrift von Premierminister Shinzo Abe sowie das Siegel des Kaisers. Generalkonsul Sakamoto betonte: "Das ist die erste Auszeichnung in dieser Art im Saarland. Darauf können auch das Land und die Stadt Saarbrücken stolz sein." Krischek unterhält seit 44 Jahren berufliche Beziehungen zu Japan und hat 1988 die Deutsch-Japanische Gesellschaft an der Saar mit begründet, deren Präsident er seit 1991 ist. Seitdem fördert er Begegnungen zwischen Saarländern und Japanern, in Wirtschaft und Kultur. So bietet die Saar-Uni Japanisch-Unterricht an und unterhält eine Kooperation mit der Uni in Tokio. Das Saarbrücker Rotenbühl-Gymnasium hat eine Patenschaft mit der Rifu High School in der Region Miyagi. Seit über zwölf Jahren trainieren japanische Kicker regelmäßig in einem Fußballlager an der Saar. Zuletzt hat Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD) einem japanischen Filmemacher die Teilnahme am Filmfestival Max Ophüls Preis ermöglicht. Krischek selbst rät jungen Saarländern, ein Praktikum in einem japanischen Unternehmen zu machen. Diese seien dafür heute viel offener als noch vor einigen Jahren.