„Hilfsbereitschaft und Freundschaft“

Anderen Menschen helfen und Spaß dabei haben, den eigenen Horizont erweitern. Das wollen die Frauen, die sich in diesen Tagen zu einer Serviceorganisation zusammengefunden haben, deren erster Club 1930 in England aus der Taufe gehoben wurde.

"Leute kennenlernen, deren Wege sich sonst womöglich nie gekreuzt hätten, und aus dieser Freundschaft heraus gute Projekte finden und unterstützen." So beschreibt Henriette Schach das Ziel der Gruppe, die sie gerade mit sieben anderen jungen Frauen gegründet hat - einen "Ladies' Circle". Eine Gruppe, die noch wachsen soll.

"Ladies' Circle bietet jungen, interessierten Frauen zwischen 18 und 45 Jahren verschiedener Berufe, Nationalitäten und Konfessionen eine einzigartige Plattform, nationale und internationale Kontakte zu knüpfen. Erfahrungen, Meinungen und Gedanken auszutauschen und sich aktiv für soziale Projekte zu engagieren", wirbt Henriette Schach. Sie wurde von ihren Mitstreiterinnen zur ersten Präsidentin der Saarbrücker Gruppe gewählt.

"Hilfsbereitschaft und Freundschaft ist unser oberstes Gebot", sagt sie. Die haben sechs der acht Frauen bisher bereits durch ihre Partner, die bei "Round Table" Saarbrücken engagiert sind, kennengelernt. Auch "Round Table" ist eine Serviceorganisation, eine, die es aber bereits seit 60 Jahren in Saarbrücken gibt. Der "Ladies' Circle" werde viel "mit den Tablern zusammenarbeiten. "Wir unterstützen weiter die Männer, wollen aber auch etwas Eigenes machen", sagt Schach.

Mit dem Club der Männer planen die Frauen zum Beispiel einen Weihnachtspäckchen-Konvoi nach Moldawien und Rumänien, kündigen Schach und ihre Clubkollegin Sabine Kammenhuber an. Sie suchen nun Schulen und Kindergärten, in denen Weihnachtspäckchen gepackt werden. Darüber hinaus sind die Frauen "auf der Suche nach einem regionalen Projekt".

"Wir wissen, dass auch bei uns nicht jeder auf der Sonnenseite des Lebens steht", sagt Schach. Man würde am liebsten "etwas mit Kindern, Senioren oder Tieren" machen. Viel Geld zu verteilen habe die Gruppe zur Zeit aber nicht, sagt Kammenhuber. "Wir packen aber gerne mit an", verspricht Schach. "Und wir freuen uns auch über Spenden von Menschen, die nicht so viel Zeit wie wir investieren können."

Die Frauen selbst "wollen gutes Beispiel sein", sagt Henriette Schach. "Und wir brennen darauf, dass es endlich losgeht."

Der erste "Ladies' Circle" sei 1930 in England gegründet worden, 1972 der erste in Deutschland. Der neue Saarbrücker Zirkel trägt die Nummer 60. Weltweit gebe es etwa 1000 Clubs mit rund 12 000 Frauen in 36 Ländern, erzählt Schach. Es gebe also viele Möglichkeiten, sich bundesweit und international zu vernetzen.

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