Hier wächst nichts von ungefähr

Feng-Shui ist eine Wissenschaft für sich. Damit näher beschäftigt hat sich Stefanie Schmidt aus Fischbach. Das Resultat dessen ist ein Garten, wie man ihn nicht alle Tage vorfindet. Wir waren vor Ort.

Kaum zu glauben, dass in dem Garten mit dem kurz geschnittenen Rasen, den säuberlich angelegten Beeten und dem plätschernden kleinen Brunnen vor nur einem Jahr noch das reinste Chaos herrschte. "Mir war ganz klar: Alles muss aus meinem Garten raus, ich möchte etwas Neues." Genau das hat Stefanie Schmidt auch umgesetzt. Da die 48-Jährige ein großer Asien-Fan ist, lag es nahe, den Garten im Stil des Feng-Shui zu gestalten. Die Idee stand fest, der Plan wurde gemacht.

"Im Groben wusste ich schon, wie mein Garten aussehen sollte, und Feng-Shui fand ich schon immer sehr interessant. Den Plan brachte ich auf Papier, der Mann einer Freundin half mir bei der Umsetzung, denn manche Steine waren zu schwer für mich. Auch mein Sohn Samuel stand mir immer beratend zur Seite, er hat nämlich viel Farbgefühl, und das spielt bei Feng-Shui ebenfalls eine große Rolle." Im Feng-Shui gibt es verschiedene Baguen, die einen Raum oder eine Fläche in neun so genannte Bagua-Zonen aufteilen. Jede Zone repräsentiert einen anderen Lebensbereich. So gehören Reichtum, Familie, Wissen, Ruhm, Karriere, Partnerschaft, Kinder, Freunde und die Mitte des Lebens zu diesen Zonen. "Für jede Zone habe ich ein abgegrenztes Beet mit den passenden Blumen angepflanzt." Von diesen Beeten führen Wege mit kleinen weißen Steinchen in fließender Form zur Mitte des Gartens. "Es ist wichtig, dass die Formen der Wege und Beete alle rund sind, nicht eckig, damit die Energie besser zu den miteinander verbundenen Beeten fließen kann", beschreibt Stefanie Schmidt begeistert und verrät, dass sie sich das Wissen über Feng-Shui aus Büchern erlesen hat. "Im Beet, das für die Partnerschaft gedacht ist, stehen beispielsweise alle Pflanzen doppelt. Im Beet der Kinder habe ich vor, ein kleines Segelflugzeug oder ein Motorrad reinzusetzen, denn das verbindet mich mit meinem Sohn. Dort, wo ein riesiger Schmetterlingsstrauch steht, befindet sich die Zone des Reichtums", erklärt die Fischbacherin und schwärmt weiter: "Das ist auch meine Lieblingsecke, hier tummeln sich die unterschiedlichsten Schmetterlinge. Oft liege ich nach meiner Arbeit auf der Liege, kann in meinem Garten so richtig entspannen. Außerdem merke ich, wie der Garten mir Energie gibt."

Obwohl sich Stefanie Schmidt als eine Frau beschreibt, die nie wirklich einen grünen Daumen hatte, weiß sie jetzt: "Die Pflanzen wachsen nur so gut, weil die richtigen Arten beieinander stehen. Früher ist mir so einiges eingegangen", gibt sie lächelnd zu. Als Nächstes will die 48-Jährige auch ihre Wohnung im Feng-Shui-Stil einrichten.