Hier gibt es viele Wildunfälle

Wildunfälle fordern regelmäßig Verletzte und verursachen große Schäden. Das Landespolizeipräsidium Saar hat für den Regionalverband eine Liste mit den riskantesten Streckenabschnitten zusammengestellt.

Im vergangenen Jahr ist es im Saarland zu 3171 Verkehrsunfällen mit Wild gekommen. Hierbei wurden elf Menschen schwer und 61 leicht verletzt. 2013 waren es nach Auskunft der Polizei 3350 Unfälle mit sieben Schwerverletzten und 53 Leichtverletzten gewesen. Trotz des Rückganges bei der Gesamtzahl der Verkehrsunfälle wurden 2014 mehr Menschen verletzt als 2013.

Wildunfälle ereignen sich das ganze Jahr über, allerdings ist das Risiko zur jetzigen Jahreszeit (und im Frühjahr) höher. Hauptsächlich in den frühen Morgenstunden und ab Einsetzen der Abenddämmerung überqueren Rehe und Wildschweine Fahrbahnen. Die meisten Unfälle geschehen zwischen fünf und acht Uhr und ab 17 Uhr bis Mitternacht.

Die Polizei hat aus aktuellem Anlass um vorsichtiges Fahren, Bremsbereitschaft und Sicherheitsabstand in Wald- und Flurgebieten gebeten. Fahrbahnränder sollten beobachtet werden. Sofern ein Tier die Fahrbahn überquert, sollte auf die hohe Wahrscheinlichkeit nachfolgender Tiere geachtet werden. Empfohlen werden Bremsen, Hupen, Abblenden. Bei Kleintieren sollte ein Ausweichen vermieden werden, um sich selbst und andere Menschen nicht zu gefährden.

Sollte ein Zusammenstoß unvermeidlich sein, gilt: Vollbremsung, Lenkrad festhalten, Ausweichmanöver vermeiden, Unfallstelle absichern, Verletzten helfen, Polizei anrufen. Sie nimmt Wildunfälle auf und stellt Bescheinigungen für die Versicherung aus. Angefahrene Tiere sollten nicht angefasst werden.