Hexennacht-Bilanz: Prügel, Suff und offene Gullydeckel

Saarbrücken. In der Nacht zum 1. Mai sowie am Maifeiertag selbst bot sich den Beamten bei ihren Einsätzen überall weitgehend das gleiche Bild: Zumeist waren es Schlägereien oder Betrunkene, die die Polizei auf den Plan riefen. In der Hexennacht zählten die Beamten 30 Einsätze wegen Prügeleien, weniger noch als 2009. Zurück gegangen sei in der Nacht auch die Zahl der beschädigten Autos

Saarbrücken. In der Nacht zum 1. Mai sowie am Maifeiertag selbst bot sich den Beamten bei ihren Einsätzen überall weitgehend das gleiche Bild: Zumeist waren es Schlägereien oder Betrunkene, die die Polizei auf den Plan riefen. In der Hexennacht zählten die Beamten 30 Einsätze wegen Prügeleien, weniger noch als 2009. Zurück gegangen sei in der Nacht auch die Zahl der beschädigten Autos. Diesmal wurden 16 gezählt, im Jahr zuvor waren es noch 30. Häufiger registrierten die Ordnungshüter in diesem Jahr allerdings offene Gullydeckel, laut Polizei "eine Unsitte". Jedoch sei glücklicherweise an den 16 Gefahrenstellen nichts passiert. Hinzu kamen landesweit zahlreiche Sachbeschädigungen, beispielsweise durch Schmierereien an Fassaden. Handgreiflich wurde ein verärgerter Mann nach Polizeiangaben in Wadern: Er warf mehrere Kinder über eine Hecke und griff einem weiteren Kind an den Hals.Am Maifeiertag seien vor allem Verletzte nach Schlägereien und zahlreiche Jugendliche mit Alkoholvergiftungen aufgefallen. Die Polizei hatte nach eigenen Angaben unter anderem am Glashütter Weiher verstärkt Präsenz gezeigt. Dort, wie auch am Niederwürzbacher Weiher und am Jägersburger Weiher gab es Prügeleien. Die Beamten sprachen Platzverweise aus. Am Jägersburger Weiher habe das Rote Kreuz zudem zahlreiche Alkoholvergiftungen festgestellt, wovon besonders Jugendliche betroffen gewesen seien, so die Polizei weiter.Auch in in Rheinland-Pfalz seien bei zahlreichen Aktionen Schäden von mehreren tausend Euro entstanden. In Trier spannten Unbekannte ein Kabel quer über die Straße, das ein Taxischild vom Wagen riss. Schmierereien gab es auch außerhalb des Saarlandes: Mit Senf und Sprühfarbe wurden in Landau Hauswände angemalt. dpa/red