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Herrensohrer machten sich gestern auf die weite Reise nach Ruanda

Herrensohrer machten sich gestern auf die weite Reise nach Ruanda

Herrensohr. Seit über 20 Jahren pflegt der Kirchenkreis Saar-Ost, vormals Kirchenkreis Ottweiler, eine Partnerschaft mit der Diözese Butare der Anglikanischen Kirche in Ruanda. Neben der Teilhabe am kirchlichen Leben der jeweiligen Partnerregion geht es vor allem darum, etwas gegen die Armut in einer der ärmsten Regionen der Erde zu tun

Herrensohr. Seit über 20 Jahren pflegt der Kirchenkreis Saar-Ost, vormals Kirchenkreis Ottweiler, eine Partnerschaft mit der Diözese Butare der Anglikanischen Kirche in Ruanda.

Neben der Teilhabe am kirchlichen Leben der jeweiligen Partnerregion geht es vor allem darum, etwas gegen die Armut in einer der ärmsten Regionen der Erde zu tun. Bisher reisten meist Erwachsene in die eine oder die andere Richtung.

Im Sommer 2009 gab es erstmals nach über 20 Jahren wieder eine Jugendbegegnung beim ökumenischen Camp in Wallerfangen. Jugendliche aus Afrika und Deutschland beschäftigten sich dort mit dem Klimawandel.

Organisiert hatten das Ganze das evangelische Jugendwerk an der Saar und der Gemeindedienst Mission und Ökumene.

Auf Wunsch der deutschen Teilnehmer kommt es nun vom 29. Juni bis zum 18. Juli zu einer Begegnung in Ruanda. Karin und Rüdiger Burkart aus Herrensohr begleiten die Gruppe. Am vorigen Wochenende bereitete das Ehepaar die Teilnehmer auf die Verhältnisse in Ruanda sowie auf die Geschichte und Kultur des Landes vor. "Da es vor allem in ländlichen Gegenden kaum Strom gibt, wollen wir auf einem öffentlichen Gebäude eine Solaranlage errichten", sagte Rüdiger Burkart. Außerdem steht der Bau einer Solar-Kochstelle auf dem Plan.

Die Teilnehmer wohnen bei ruandischen Familien. Geplant sind zahlreiche Begegnungen mit Schülern und Studenten. Butare ist die zweitgrößte Stadt in Ruanda und hat eine große Universität. Karin Burkart ist sicher: "Es gibt einen lebendigen deutsch-afrikanischen Erfahrungsaustausch." Bei dem Besuch sollen auch die Hilfe für die vom Kirchenkreis unterstützten drei weiterführenden Schulen sowie Projekte für die Witwen und Waisen nicht zu kurz kommen. Nach Angaben von Rüdiger Burkart wollen die Helfer Wichtiges kaufen und verteilen, seien es Ziegen, Schulhefte oder Kreide. Für die Reisekosten kommen entweder der Kirchenkreis oder Hilfseinrichtungen wie der evangelische Entwicklungsdienst auf.

Burkart: "Wir sind froh, dass sich das saarländische Umweltministerium mit rund 2500 Euro an der Fotovoltaikanlage beteiligt." Den Rest brachten Spender auf. Rüdiger Burkart: "Bereits in der Vergangenheit half bei Partnerschaftsbesuchen die Großzügigkeit vieler Spender den Schulen und vielen Menschen in Ruanda. Mit den neuen Projekten wird sowohl den deutschen Jugendlichen als auch den ruandischen Partnern eine unbezahlbare Erfahrung ermöglicht." Zur Reisegruppe gehören neben Karin und Rüdiger Burkart die Jugendlichen Jana Heybutzki, Tina Horn, Alexander Klein, Julian Fries und Angelika Müller. ll

Hintergrund

Karin und Rüdiger Burkart aus Herrensohr sind seit vielen Jahren Mitglieder des Arbeitskreises Ökumene und Weltmission des Kirchenkreises Saar-Ost bzw. des Vorgänger-Kirchenkreises Ottweiler. Dieser begann 1985 eine Partnerschaft mit der Diözese Butare der Anglikanischen Kirche in Ruanda. 2007 wurde sie für weitere zehn Jahre verlängert. Im vergangenen Jahr war das Ehepaar aus Herrensohr in dem afrikanischen Land, wohnte der Amtseinführung des neu gewählten Bischofs Nathan Gasatura bei. Anfang 2010 war der kirchliche Würdenträger aus Ruanda zu Gast im Saarland. Während seines Aufenthaltes wohnte der Bischof bei Karin und Rüdiger Burkart. ll