Hängepartie für den Kindergarten

Auf Antrag der CDU beschäftigte sich der Kirkeler Gemeinderat in seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause gestern Abend unter anderem mit zwei aktuellen Bauprojekten in der Gemeinde: Dem Umzug der Altstadter Kita Himmelsgarten in die nahe gelegene alte Schule und dem Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Limbach.

In Sachen Altstadter Kindergarten gab es von Kirkels Bürgermeister Frank John (SPD) keine guten Neuigkeiten. So stehe bisher nicht fest, in welcher Höhe das Land den Umzug der Kita und den damit verbundenen Umbau der Altstadter Schule als neuem Zuhause fördern wird. "Der Förderbescheid steht noch aus. Und so wie es aussieht, wird es den auch so bald nicht geben." Von einem angedachten Antrag auf vorgezogenen Baubeginn habe er, so John, abgesehen, "da wir dann im schlimmsten Fall auf Landesmittel in Höhe von 450 000 Euro für Kindergarten-Plätze verzichten müssten." Für diese Entscheidung, nicht in den vorgezogenen Baubeginn zu gehen, gab es Rückendeckung von Hans-Josef Regneri, dem Fraktionssprecher der CDU. Er begrüßte die Zurückhaltung der Gemeindeverwaltung und verwies in diesem Zusammenhang erneut auf die von seiner Partei in der Vergangenheit angemahnte Notwendigkeit, für den Umzug und Umbau entsprechende Förderung zu erhalten.

John äußerte die Vermutung, dass eine bislang unscharfe Trennung zwischen Fördermitteln des Bundes für den Ausbau von Krippenplätzen und Landesmitteln für die Errichtung von Kindergartenplätzen bei vielen Komplett-Umgestaltungen von Kindertagesstätten zur gegenwärtigen Hängepartie geführt habe. "Es scheint nicht klar, wie viel Geld tatsächlich noch vorhanden ist. Und so lange das nicht ermittelt ist, werden wir da vom zuständigen Ministerium vermutlich nichts hören."

Im Gegensatz zu dieser unbefriedigenden Sachstandsmeldung konnte Claus Eckel vom Bauamt der Gemeinde in Sachen Neubau des Feuerwehrgerätehauses Limbach Gutes vermelden. So liege man im Zeit- und Kostenplan, auch begünstigt durch die ausgedehnte Schönwetter-Periode der zurückliegenden Wochen.

Gegenwärtig seien die Arbeiten an den Betonplatten der Gebäude abgeschlossen worden, nun stünden als nächstes unter anderem die Stahlbauarbeiten für die Fahrzeughalle an. > Weiterer Bericht folgt