Gute Umsatzzahlen, faszinierende Ritte

Nach den Sanierungs- und Renovierungsarbeiten auf der Güdinger Rennbahn in den vergangenen Jahren fanden 2013 wieder vier Renntage statt. Die finanzielle und sportliche Bilanz stellt die Verantwortlichen zufrieden.

Ein Jahresrückblick hat immer etwas Besinnliches. Man hört in sich und lässt Revue passieren, was im vergangenen Jahr bewegt und berührt hat. Für den Rennclub Saarbrücken hatte das Jahr 2013 viele erfolgreiche, schöne und mindestens genauso traurige und bewegende Momente.

Dass nach 2011 und 2012 aufgrund der Renovierung der Tribüne, des Richterturms und der Sanierung des Geläufs in diesem Jahr erstmals wieder vier Renntage in Güdingen stattfanden, rückte vor ein paar Wochen für einen kurzen Moment in den Hintergrund. Denn der Tod des viele Jahre als Präsidenten agierenden Paul Niemczyk hat Mitglieder, Beirat und Vorstand gleichermaßen getroffen. "Wir sind dann noch enger zusammengerückt, um diese Lücke zu schließen", sagte Justiziar Ulrich Heinz. Mussten sie auch, gerade weil nun wieder vier Renntage auf der Saarbrücker Pferderennbahn stattfanden. Ein Jahr, in dem der Rennclub mit Umsatzzahlen von 363 160 Euro an die von 2010 (368 165 Euro) anknüpfen konnten. Die Umsatzzahlen in den Jahren 2011 (297 982,55) und 2012 (229 409,08) waren mit drei Renntagen geringer.

Doch von den nackten Zahlen abgesehen, konnten die Macher des Rennclubs um Präsident Werner Schmeer Jahr 2013 die erfolgreichsten Jockeys wie Eduardo Pedroza, Filip Minarek, Daniele Porcu oder Alexander Pietsch nach Güdingen locken. Unvergessen der Husarenritt von Pedroza aus Panama, der in Saarbrücken nicht aus der Startbox kam, dann aber das Feld von hinten aufrollte und ausgerechnet auf Dynamite Cat, einem Rennpferd aus dem Stall Schmeer, gewann. Ebenso packend waren auch die Ritte der liierten Maxim Pecheur und Anna Lena Mattes. Oder die Trabrennfahrerin Sina Baruffolo, die in dieser Saison auf der Güdinger Rennbahn fast nicht zu schlagen war.

Ulrich Heinz, der Justiziar des Rennclubs, holte bei der Jahrespressekonferenz bis ins vorletzte Jahrhundert aus. Mit dem Rhein-Lothringischen Reitverein von 1891 hat der Rennclub nur noch die Leidenschaft für den Pferderennsport gemein. "Ein Verein, der den Pferdesport fördert" sagt Heinz, "und Talenten die Möglichkeit gibt, sich zu entwickeln." So wie Werner Schmeer sein erstes Rennen in Güdingen ritt, tun es ihm die jungen Nachwuchs-Rennreiter heute gleich. Wie ein Maxim Pecheur und viele andere, die in Güdingen noch reiten werden. Denn ein Rückblick lässt auch gleichzeitig einen Blick in die Zukunft zu. Einen Blick, dem der Rennclub gerne entgegensieht. Denn zumindest für das neue Jahr 2014 auch schon die nächsten vier Renntage auf der Güdinger Rennbahn fest.