„Gute Sache“ soll helfen, Hürden abzubauen

Wenn Wirtschaft und gemeinnützige Organisationen zusammenarbeiten, können alle davon profitieren – auf dieser Annahme baut das bundesweite Qualifizierungsprojekt „Gute Sache“ auf. Es ist gerade im Regionalverband angelaufen.

Der Regionalverband Saarbrücken ist einer von bundesweit vier Standorten, an denen das Qualifizierungsprojekt "Gute Sache" 2015 jetzt gestartet ist. Die teilnehmenden gemeinnützigen Organisationen sollen lernen, wie man jenseits von Spenden und Sponsoring erfolgreich mit Unternehmen kooperieren kann. Teilnehmer sind die Katholische Familienbildungsstätte Saarbrücken, das "Grüne Haus" Schülerzentrum Völklingen, das Mehrgenerationenhaus Saarbrücken, das Awo-Sozialpädagogische Netzwerk (SPN), die Stiftung Bürgerengagement Saar, die Dialogos Saar, das Projekt 2. Chance Saarland, die Stadt Völklingen und der DiTiB-Landesfrauenverband.

Regionalverbandsdirektor Peter Gillo sieht in dem Projekt die Chance, Hürden zwischen Unternehmen und Organisationen abzubauen. "Viele Unternehmen suchen nach sinnvollen Möglichkeiten, sich sozial zu engagieren. Zum Beispiel können Firmen Know-how, kostenfreie Dienstleistungen oder logistische Unterstützung anbieten. Wenn Organisationen mit kreativen Ideen aus diesem Bereich an Unternehmen herantreten, kann viel Gutes daraus entstehen." Je zwei Mitarbeiter jeder Organisation werden in den kommenden Monaten in drei Seminaren und zwei Workshops weitergebildet.

Sie erfahren zum Beispiel, welche Anforderungen Unternehmen an ihre gemeinnützigen Partner stellen oder wie sie die eigenen ideellen Ziele den möglichen Partnern aus der Wirtschaft am besten vermitteln können. Fester Bestandteil der Qualifizierung ist ein Praxisprojekt, in dem das Wissen umgesetzt und eine konkrete Kooperation mit einem Unternehmen eingegangen wird. Das Kooperationsprojekt sollte bis Oktober abgeschlossen sein und bei einer Abschlussveranstaltung am 9. November präsentiert werden.

"Gute Sache" ist selbst Ergebnis einer Kooperation: In Saarbrücken wird das Programm vom Regionalverband Saarbrücken und der LAG Pro Ehrenamt umgesetzt und von der PSD Bank RheinNeckarSaar eG sowie von Repa Druck unterstützt.