Grundschulkinder wieder in Bewegung bringen

Vom Minigolf bis zum Orientierungslauf – auf die 350 Schüler der Homburger Grundschule Sonnenfeld und ihrer Dépendance in Kirrberg warten jede Menge Sportarten, die es auszuprobieren gilt.

350 Schüler, 16 Klassen, zwei Grundschulen und 15 Sportvereine - Bewegung ist das Stichwort des Projekttages "Schule und Verein" des Homburger Stadtverbandes für Sport, der am Samstag, 7. September von 9 bis 13 Uhr an der Grundschule Sonnenfeld und ihrer Dépendance Kirrberg stattfindet. "Ziel ist es, möglichst viele Kinder mit möglichst vielen Sportarten zusammenzubringen und für einen Verein zu begeistern", erklärt Astrid Bonaventura, Vorsitzende des Homburger Stadtverbandes für Sport, bei einem Besuch in unserer Redaktion. Bereits zum siebten Mal wird das Projekt in einer Homburger Grundschule durchgeführt. So viele Vereine wie in diesem Jahr hätten sich aber noch nie beteiligt, fügt der stellvertretende Vorsitzende Benjamin Göddel an. Mit dabei sind nicht nur Fußball- oder Handballvereine - auch Randsportarten wie ein Minigolf- oder ein Voltigierverein stellen sich und ihre Angebote vor.

Als Lehrer, so erklärt Judith Lacher, Leiterin der Grundschule Sonnenfeld, habe man in den zwei Stunden Sportunterricht pro Woche nicht die Möglichkeit, eine Vielzahl von Sportarten zu präsentieren: "Oft fehlen dafür das Wissen und auch das Equipment. Bei diesem Projekt können die Schüler unter fachlicher Anleitung in verschiedene Sportarten reinschnuppern." Mittlerweile spiele kaum ein Kind noch an der frischen Luft, zu viele Alternativen im Technik-Bereich gebe es. Bonaventura: "Die Kinder brauchen einen Ausgleich zur Schule und zum Computer. Sonst steht man vor dem nächsten Problem: Übergewicht."

Auch für die Vereine selbst sei das Projekt "eine super Gelegenheit, um den rückläufigen Mitgliederzahlen entgegenzuwirken", weist Kai Seib vom Amt für Schule und Sport der Stadt Homburg auf den demografischen Wandel hin.

Im Durchschnitt liege der Monatsbeitrag in den Vereinen bei fünf Euro. Auch für finanziell schlechter gestellte Familien dürfte die Finanzierung kein Problem sein, versichert Seib und weist auf das Bildungs- und Teilhabepaket hin. Über dieses können pro Kind jährlich Mitgliedsbeiträge in Höhe von 120 Euro übernommen werden. Entsprechendes Infomaterial hielten die Vereine bereit. Wichtig sei es auch, dass die Eltern ihr Kind bei der Ausübung eines Sportes unterstützten.