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Grünen-Abgeordneter klagt über schlechten Zustand der Autobahnen

Saarbrücken. Auf den Autobahnen im Saarland sind 14,1 Prozent der Strecken in einem so schlechten Zustand, dass Verkehrsbeschränkungen oder bauliche Maßnahmen zumindest geprüft werden müssen. Bei weiteren 7,4 Prozent gibt der Zustand Anlass zu einer intensiven Beobachtung der Strecken; eventuell müssen auch Maßnahmen zur Verbesserung ergriffen werden. Das zeigt der Verkehrsinfrastrukturbericht, den der Grünen-Bundestagsabgeordnete Markus Tressel bei der Bundesregierung angefordert hat. Die Zahlen stammen allerdings bereits aus dem Jahr 2013. Bei Fahrsicherheit und Fahrkomfort gibt es hingegen so gut wie keine Einschränkungen. red

Tressel forderte einen "Masterplan" zur Sanierung der Infrastruktur im Saarland. Es sei grundsätzlich gut, wenn der Bund sich künftig selbst mehr um die Autobahnen kümmern wolle. "Es ist doch gaga, wenn der Bund als Eigentümer Geld investieren will, die Länder das dann aber nicht abrufen, weil ihnen das Personal fehlt, um Sanierungsmaßnahmen umzusetzen", so Tressel. Die saarländische Verkehrsministerin Anke Rehlinger (SPD ) dürfe die neue Autobahngesellschaft des Bundes nicht auf die lange Bank schieben.

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